12.
06.14
Schweinepreise unverändert

Schweine-Cockpit, 12.06.2014

Bullish
  • Hoffnungen auf Lockerung der russischen Importsperre
  • Anhaltende freundliche Nachfrage nach Grillartikeln
Bearish
  • Absatz an Verarbeitungsware deckelt die Preismöglichkeiten
  • unzureichender Drittlandsabsatz

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2014

24./25. KW

Do bis Mi

23./24 KW Do bis Mi

22./23.KW Do bis Mi

21./22. KW Do bis Mi

20./21. KW

Do bis Mi

19./20.KW

Do bis Mi

18./19.KW

Do bis Mi

17./18.KW

Do bis Mi

16./17.KW

Do bis Mi

15./16.KW Do bis Mi

14./15.KW Do bis Mi

14.KW

13.KW

12. KW

11. KW

 V.-Preis (€   /kg)

1,71

1,71

1,68

1,68

1,60

1,60

1,60

1,60

1,58

1,63

1,60

1,55

1,55

1,61

1,63

Voranmeldungen (Stück)

229.300

224.700

231.100

229.600

227.700

229.753

228.199

228.819

224.900

222. 800

217.600

220.700

229.200

214.800

221.600

2014

25. KW

24. KW

23. KW

22. KW

21. KW

20. KW

19. KW

18. KW

17. KW

16. KW

15. KW

14. KW

13. KW

12. KW

11. KW

Schlachtzahlen (Stück)

1.015.306

878.453

958.440

933.570

935.029

935.023

842.411

915.792

1.032.354

1.030.714

993.254

1.026.540

985.879

960.578

ISN-Internetauktion

Mo, 16.06.

Di, 10.06.

Mo, 02. 06

Mo, 26.05.

Mo, 19.05

Mo, 12.05.

Mo, 05. 05.

Mo, 28.04.

Di,  22.04

Mo, 14.04

Mo, 07.04

Mo, 31.03

Mi

Mi

Mi

Durchschnittspreis (€/kg)

 1,77

1,74

1,72

1,71

1,72

1,67

1,69

1,67

1,64

1,66

1,66

1,65

1,63

1,59

1,62

Überstand in %

6 %

18,9 %

5,9 %

27,4 %

0

14,7 %

0

14,1 %

6,5 %

18,5 %

20,7 %

25,4 %

0

18 %

0

Höhere Schweinepreise für 24./25. KW   (Do, 12. bis Mi, 18. Juni)

Die ISN-Internetbörse am Di, 10. Juni 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,74 €/kg (+0,02 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,695 bis 1,735 €/kg geführt. Von den 3.035 angebotenen Schweinen wurden 18,9 % nicht verkauft

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die anhaltend niedrigen deutschen Schlachtzahlen in den letzten 6 Wochen mit einem Durchschnittswert von 910.000 Stück sind in der letzten Berichtswoche wieder über die 1 Mio. Stck.-Marke gestiegen. Die Aussichten auf steigenden Absatz sind gedämpft. Es besteht wenig Preisspielraum. Grillware geht zufriedenstellend, aber der Rest ist kritisch.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten

Dänemark: Dänische Schweinepreise wurden in der 23. KW  um 2,7 ct/kg erhöht. Die Schlachtzahlen bleiben weiter mit  - 3,5 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 24. KW (09. bis 14. Juni) wird der Basispreis unverändert notiert.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (09.Juni 14) +0,7 ct/kg  bei steigenden Auftrieb gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (12. Juni 14) wurden   + 5 ct/kg       bei rd.  6,3 % rückläufigen   Angebot bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich sind in der Vorwoche wieder geringer ausgefallen.

 Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 23. KW  + 1 bis + 3 ct /kg gezahlt. Die Schlachtzahlen sind wieder angestiegen. Die Preise für die 25. KW sollen  unverändert bleiben .

Belgien: Die Schweinepreise in der 23. KW  wurden von unverändert bis + 1 ct/kg bei verringertem Angebot notiert. Die Schlachtzahlen steigen. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 25. KW   bleiben unverändert

Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland sind in der Berichtswoche etwas über die 1 Mio. Stück-Marke gestiegen.

Für die kommende Periode von Donnerstag 12. bis Mittwoch 18. Juni (24./25. KW) wurde der Vereinigungspreis mit 1,71  € je kg bzw. Indexpunkt in einer Spanne von 1,71 bis 1,74 €/kg unverändert beibehalten.

Die angekündigten Liefermengen in der kommenden Woche bewegen sich im oberen Mittelfeld.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 23./24. KW wurde um + 3 ct/kg angehoben. Die Notierung für die kommende 24./25. KW bleibt unverändert.

Die Schweinepreise in Spanien (12. Juni 2014) sind um + 2,3   ct/kg angehoben worden.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 24. KW  am Montag (09.06.) in Milano  um + bis +3 ct/kg, in Modena um + 0,8 ct/kg gezahlt. Am Dienstag (10.06.) wurde in Reggio Emilia von + 1 bis + 2 ct/kg notiert, am Mittwoch (11.06.) in Cremona um + 2 ct/kg gehandelt. Die gemeldeten Schlachtzahlen sind wieder um +4,8 % gestiegen.

Die gestiegenen Schlachtzahlen sind bei begrenzt absatzförderndem Wetter bei regionalen Unterschieden bedarfsdeckend. Außer der  Grillware besteht ein sehr schwacher Verkauf bei den übrigen Produkten. Es fehlen diesbezüglich die notwendigen Absatzmöglichkeiten in Drittländer. Neue Sondierungsgespräche mit Russland steigern die Erwartungen auf eine Lockerung der russischen Importsperre.

Die US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs sind auf moderateres Niveau gefallen, nachdem festgestellt wurde, dass die Schlachtmengen infolge der Überkompensation der Schlachtgewichte gegenüber den Schlachtzahlen leicht angestiegen sind. Die PEDv-bedingten Schlachtausfälle werden in den folgenden Wochen zunehmen. Inwieweit die um 5 kg gestiegenen Schlachtgewichte auch in der warmen Jahreszeit durchgehalten werden ist, fraglich.  Der Höhepunkt der fehlenden Schlachtmengen wird im /August 2014 erreicht. Der US-Terminkurs für August liegt bereits bei 2,10 €/kg, Tendenz steigend. Sorgen machen Reinfektionen in schon geglaubten sanierten Beständen.  Das Ausmaß bleibt unsicher. Die Nachfrage nach Grillfleisch wird saisonbedingt steigen.

Chinesische Schweinepreise haben sich nach den Feiertagen des Drachenbootfestes am 1. und 2 Juni. 2014 gehalten. Eine deutliche Marktentlastung wird erst im 4. Quartal 2014 mit saisonaler Verbrauchszunahme und Angebotsverringerung  erwartet.

Russische Schweinepreise sind seit der Importsperre für Schweinefleisch aus der EU auf 135 Rub je kg LG bzw. 2,86 €/kg LG auf 3,62 €/kg SG gestiegen. Jüngste Kurse haben nachfragebedingt nachgegen. Importe aus den USA, Brasilien und China bieten keine ausreichende Entlastung.

Brasilianische Schweinepreise zeigen  saisonal erste Schwächen bei Größenordnungen um die 1,42 €/kg. In den letzten Jahren erreichten die Juli-Preise mit gewisser Regelmäßigkeit die 1 €/kg- Marke. Die russische Nachfrage und die fehlenden US-Mengen halten das internationale Preisniveau jedoch vergleichsweise hoch.

Schweinepreise unverändert
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ZMP Live Expertenmeinung

Das derzeit ereichte Preisniveau entspricht den mehrjährigen saisonalen Entwicklungen, allerdings um 0,10 €/kg niveauversetzt. Mit einer Lockerung des russischen Importverbotes könnte sich die Marktlage erheblich verbessern. Das Lebendangebot fällt nicht sehr reichlich aus. Die EU-Prognosen zum vierteljährlichen Schlachtaufkommen scheinen sich weitgehend zu bewahrheiten.

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