12.
10.13
Schweinepreise unverändert - Aussichten auf freundlichere Tendenz

Schweine-Cockpit, 12.10.2013

Bullish
  • verhaltene Schweineanlieferungen
  • robuste Nachfrage
Bearish
  • Übergangsprobleme zur Herbst/Winter-Preisbildung im Süden Europas
  • anhaltend schwache Exportnachfrage
  • hoher Eurokurs ist hinderlich

Schweinepreise  (Stand 11. Okt.2013)

Die Internetbörse am Mi, 09. Okt. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,80 €/kg (unverändert) in einer Spanne von 1,78 bis 1,815 €/kg. Das  Gesamtangebot an Schweinen betrug  2.630 Tiere. Es blieb ein Überstand von 130 Schweinen

Für die kommende Woche bis zum 17. Oktober 2013 wurde der Vereinigungspreis auf  1,75 € je kg bzw. Indexpunkt

von der Notierungskommission festgelegt. Die Spannbreite lag zwischen 1,75 bis 1,80 €/kg.

Allgemeine Marktentwicklung:

Schweineschlachtungen steigen üblicherweise saisonbedingt vom 3. ins 4. Quartal. Auf europäischer Ebene sollen es nach Eurostat rd. +3 % in diesem Jahr sein,  gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch um -3 % niedriger ausfallen. In den einzelnen Regionen sind aber deutliche Unterschiede zu beobachten.

Für Deutschland wird das Schlachtschweineaufkommen im 4. Quartal um 0,9 % höher als in den Sommermonaten geschätzt, soll aber um -2,3 % hinter dem Vorjahresquartal zurückbleiben. In Spanien und Polen erwartet man ein Unverändert. Frankreich und Italien sollen deutlich zulegen.

Für Preisvorhersagen sind diese Prognosen unzureichend, weil das Datenmaterial begrenzt belastbar ist und insbesondere die Nachfragezahlen aus dem In- und Ausland fehlen.

Aktuelle Marktlage:

Das Angebot an gezählten Schlachtschweinen stieg in Frankreich am 10. Okt 2013 auf knapp 55.000 gegenüber der Vorwoche um 1.000 mehr. Im Vergleich zu den schwachen Sommermonaten sind es rd. 10.000 Schlachtungen mehr. Die Preise gaben geringfügig nach.

In den Niederlanden blieben die Kurse der Schlachtunternehmen gegenüber der Vorwoche unverändert. Mit Datum vom  9. Okt. 2013 wurden Schweinepreise je nach Schlachtbetrieb zwischen 1,67 bis max. 1,75 € je kg notiert. Allerdings sind unterschiedliche Abrechnungsmasken zu berücksichtigen.

In Belgien stieg in der 41. Kalenderwoche in 4 von 6 großen Schlachtbetrieben das Lebendangebot wieder um knapp 5,5 % wieder an, nachdem es in der Vorwoche um 3 % zurückgegangen war. Die Preise blieben jedoch weitgehend unverändert.

In Dänemark gaben Danish Crown und Tican unveränderte Schweinepreise für die kommende 42. Kalenderwoche bekannt. Die vorläufig ermittelten Schlachtzahlen sind in der abgelaufenen 41. Kalenderwoche um -0,4 % gefallen.

Der in  Deutschland notierte unveränderte V-Preis entstand vor dem Hintergrund eines ausgeglichenen Angebots-Nachfrage-Verhältnis, mit einer leichten Tendenz zu einem etwas flotteren Absatzgeschäft als in den Vorwochen. Der ausgefallene Schlachttag am 03. Okt 2013 hat zu keinen nennenswerten Problemen geführt.

Der in  Österreich notierte Mastschweine-Basispreis bleibt für die Woche vom 14. bis 20 Okt. 2013 unverändert bei 1,65 €/kg.

Nach wie vor gibt es in den südlichen EU-Ländern immer noch Anpassungsschwierigkeiten. Spanien‘s Schweinepreise müssen unter dem Angebotsdruck um -3,6 ct je kg nachgeben.

In Italien betrug der Preisrückgang zwischen dem 6. bis 8. Okt 2013 um die -6 bis -8 cent/kg, während die Notierungen in Mantua und Cremona am 9./10. Okt.2013 noch um -2 bis -6 ct/kg nachgaben.

Der Trend der nächsten Woche deutet auf einen gut ausbalancierten europäischen Schweinefleischmarkt hin, der mindestens für gleichbleibende, wenn nicht sogar für leichte Aufwärtspreisentwicklungen gut sein kann.

Schweinepreise unverändert - Aussichten auf freundlichere Tendenz
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ZMP Live Expertenmeinung

Nach den deutlich niedrigeren Lebendangeboten in den Sommermonaten bei gleichzeitiger steigender Grillaktivität  haben die kräftig  angestiegenen Schlachtzahlen der letzten 4 Wochen den Absatzmarkt zu den hohen Kursen über 1,85 €/kg überfordert. Das herabgesetzte Auszahlungspreisniveau um und europaweit knapp unter 1,75 €/kg hat offensichtlich zu einer mehr ausbalancierten Marktlage in den mittel- und nördlichen Erzeugungsgebieten der EU beigetragen. Im Süden dauern die Kursanpassungsprozesse für die urlauberarme Herbst-/Winterperiode noch an. Die Aussichten für die nächste Zeit können durchaus als freundlich bezeichnet werden.  

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