13.
09.13
Weiterer Preisrückgang bei Schweinen - überdurchschnittliche Wochenschlachtungen

Schweine-Cockpit, 13.09.2013

Bullish
  • trotz aktuell höherer Wochenschlachtung bleibt die Lebendangebot vergleichsweise überschaubar
  • Nachfrage erweist sich für die Jahreszeit stabil
  • Aussichten auf ein nur mäßig steigendes Angebot im kommenden Quartal
Bearish
  • grundsätzlich steigendes Lebendangebot in den Herbstmonaten
  • Wechselnd hohe Wochenschlachtungen verunsichern den Markt.
  • uneinheitliche Tendenzen in Europa
  • nach wie vor schwache Drittlandsnachfrage
  • Verunsicherung über das zukünftige preisabhängige Nachfrageverhalten

Entwicklung der gemeldeten Schlachtzahlen

Zeit-spanne

24. -  29.

Juni 13

01. – 06.   Juli 13

08. – 13.

Juli 13

15. - 21.

Juli 13

23. – 27.

Juli 13

29.7.- 4.   Aug.13

05.-11.

Aug13

12.-18.

Aug 13

19.- 25.

Aug 13

29.8-1.

Sept 13

2.- 8. Sept   13

Schlacht-zahlen

935.366

918. 978

929.111

946.445

959.788

957.849

923.652

918.354

938.394

949.964

991.601

Entwicklung des Lebendangebots der an der Preisfindung beteiligten Unternehmen

Zeit-  

spanne

28.6.- 4.

Juli 13

05.– 11.   Juli .13

12.– 18.   Juli 13

19.- 25.

Juli 13

26.7.–1.

Aug 13

2. – 8.

Aug 13

9. -15.

Aug 13

16.-22.

Aug 13

23.-29.

Aug13

30.8-05.

Sep 13

06.- 12.

Sep13

13.- 20.

Sep13

Lebend-  

angebot

214.075

219.300

218.400

213.700

217.000

219.400

211.300

211.700

217.400

224.600

239.700

236.052

Schweinepreise  (Stand 13.09.2013)

Die Internetbörse am Mi, 11. Sep. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,84 €/kg (- 8 ct/kg) in einer Spanne von 1,82 bis 1,86 €/kg. Für einen Überstand von beachtlichen 720 Schweinen bei einem Gesamtangebot von 2.060 Schweinen waren die Forderungen zu hoch.  

In der Woche vom 01. bis 08.Sept. 2013 wurden 991.601 Schweine von den meldepflichtigen Betrieben geschlachtet. Gegenüber der Vorwoche sind das  +41.637 Tiere bzw. +4,4 %  mehr. Die Schlachtgewichte stiegen um 100 g  auf  94,9 kg im Vergleich zur Vorwoche.

Grundlage für die nachstehende Preisnotierung waren 236.052 angemeldete Schweine (-3.648  bzw. -1,5 %), angeboten von den an der Notierung beteiligten EZG  für die kommende Woche.

Für den Zeitraum von Freitag, dem 13.09.2013 bis Donnerstag, 19.09.2013 wurde der VEZG-AutoFOM-Preisfaktor von 1,81 EUR/Indexpunkt (-0,04 EUR/kg SG) in einer Spanne 1,80 bis 1,85 EUR ermittelt.

Der VEZG-FOM Preis beträgt 1,81 €/kg auf der Basis von 57 % MFA frei Schlachtstätte.

Die Schlachtungen in Deutschland sind ungewöhnlich stark angestiegen. Inwieweit vorgezogene Lieferungen dabei waren, um bei fallender Kurstendenz noch die alten günstigen Preise noch mitzunehmen, ist schwer zu bestimmen, denn das durchschnittliche Schlachtgewicht ist gestiegen und liegt wieder knapp unter 95 kg. Die erheblichen Minderungen der deutschen Notierungen haben ihren Niederschlag auch in den übrigen EU-Erzeugungsgebieten gefunden.

In Spanien sind die Preise zurückgenommen worden. Steigende Stückzahlen und Schlachtgewichte führen zu einem verhältnismäßig hohen Fleischaufkommen bei gleichzeitig abnehmender Nachfrage infolge Rückgang der Urlauberzahlen.

Auch in Belgien führten steigende Schlachtzahlen zur Verringerung der Erzeugerpreise bei gleichzeitig günstigen Auslandsangeboten.

Aus Frankreich werden ebenfalls höhere Stückzahlen und steigende Schlachtgewichte gemeldet. Der Fleischabsatz bewegt sich jedoch noch in üblichen Rahmen. Die gemeinsamen Verkaufsförderungsaktionen der Branche unterstützen die Nachfrage und halten den Preisdruck in Grenzen.

In Italien werden Schweine gemessen an der Nachfrage nur knapp angeboten. Das könnte ein entlastendes Ventil für den unter Druck stehenden nordeuropäischen Markt werden, denn schließlich ist der italienische Markt nur zu 77 % selbst versorgt.

Dänemark meldet geringfügig steigende Schweinezahlen.

Der Fleischverkauf ist bei den Edelteilen nur zu fallenden Kursen möglich. Nacken und Grillartikel werden in der jetzigen Zeit angesichts des hohen Schlachtaufkommens nur wenig auf Lager genommen und zu nachgebenden Preisen verkauft. Der Verkauf von Schinken- und Schulterteilen läuft in normalen Bahnen. 

Die jüngsten Anmeldungen zur Schlachtung für die kommende Woche lassen erfahrungsgemäß nur wenig verbindliche Rückschlüsse auf das tatsächliche Lebendangebot zu. Europäische Marktexperten befürchten weitere Preisschwächen. Ein höheres Angebot in den Herbstmonaten ist nicht ungewöhnlich. Allerdings sollte nach den Auswertungen der EU-Viehzählung das Ergebnis vergleichsweise bescheiden ausfallen.

Weiterer Preisrückgang bei Schweinen - überdurchschnittliche Wochenschlachtungen
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Schweinepreise haben nach ihrem Höhenflug wieder eine neue Plattform von rd 1,80 €kg  gefunden, die noch wackelig erscheint. Der Hinweis auf ähnliche Entwicklungen im vergangenen Jahr übersieht den Tatbestand, dass die Verhältnisse in diesem Jahr deutlich anders gelagert sind. Wochenschlachtungen nicht mehr über 1 Mio. Stück,  wenig ausgeprägte Abhängigkeit vom Russlandexport und eine vergleichsweise robuste Nachfrage. Wesentlicher Auslöser für den Preiseinbruch im Herbst 2012 war der Preisrutsch in Russland von Kursen oberhalb von 3 €/kg auf unter 2,50 €kg.

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