13.
12.13
Schweinepreise mit 1,60 €/kg wieder auf knappes Durchschnittsniveau gefallen.

Schweine-Cockpit, 13.12.2013

Bullish
  • Weihnachtsgeschäft: Stabile bis lebhafte Inlandsnachfrage nach wertvollen Teilstücken
  • kein drängendes Angebot im südlichen Ländern
Bearish
  • anhaltend hohe Schlachtzahlen in wichtigen Erzeugungsgebieten im Norden
  • viele vorgezogenen Schlachtungen
  • Bedarf für Verarbeitungsware lässt langsam nach.
  • Exportgeschäft kommt bis Anfang/Mitte Jan 14 zum Erliegen

Schweinepreise  (Stand 13. Dez. 2013)

Die Internetbörse am Mi, 11. Dez.. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,63 €/kg (- 0,06) in einer Spanne von 1,60 bis 1,66 €/kg.  Bei 2.887 Schweinen entstand ein Überstand von 360 Tieren (= 12,5 %).

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

In der zurückliegenden 50. KW  haben die europäischen Schweinefleischmärkte angesichts anhaltend hoher Schlachtungen preislich zurückstecken müssen. Die Kursrückgänge waren in Italien und Spanien vergleichsweise gering bis minimal, blieben in Frankreich sogar stabil. In NL, Belgien, DK und Deutschland fielen die Kurse zwischen - 3 bis - 6 ct/kg.  

Die Schlachtzahlen sind überwiegend gestiegen. Der Absatz von Fleisch und Verarbeitungsware konnte mit dem hohen bzw. gestiegenen Lebendangebot nicht in allen Ländern mithalten.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Die Schlachtzahlen in  Dänemark sind in der 50. KW um etwas über 8 % gestiegen, die Auszahlungspreise wurden wie angekündigt um – 2,7 ct/kg gesenkt.

Für kommende Woche (51. KW) werden die dänischen Auszahlungspreise nochmals um  -2,7 cent/kg gesenkt.

In Frankreich/Bretagne wurden beim Montagstermin (50. KW) zwar 7 % weniger Schweine aufgetrieben, aber die Preise blieben weitgehend unverändert.  Am  Donnerstagstermin (12. Dez.) nahmen die Lebendangebote nur geringfügig ab. Die ermittelten Durchschnittspreise stiegen minimal um + 0,1 ct/kg. Das französische Lebendangebot ist bedarfsdeckend.

In den Niederlanden wurden in der 49. KW rd. +3.000 (+ 1  %) mehr Schlachtungen gezählt.  Die Auszahlungspreise der Schlachtunternehmen variierten zwischen - 4 und - 6 ct/kg. Für die kommende 51. KW wird der Preisrückgang in Deutschland je nach Schlachthof unterschiedlich übernommen.

In Belgien sind die Schlachtzahlen in der 50. Woche nur gering gestiegen. Die Preise folgten knapp den deutschen Vorgaben mit - 5 ct/kg. Für die kommende 51. KW erwartet man um knapp 5 % höhere Schlachtzahlen. Belgien folgt mit geringen Abweichungen den rückläufigen Vorgaben aus Deutschland. Der Konkurrenzdruck aus Deutschland ist übermächtig.   

In  Deutschland stiegen die Schlachtzahlen in der 49. KW liegen deutlich über  der 1 Mio. Stück Marke. Die Steigerung zur Vorwoche betrug mehr als 55.000 Stück bzw. + 5,6 %. Die Schlachtungen laufen auf vollen Touren für das Weihnachtsgeschäft.

Für die kommende Woche bis zum 19. Dezember 2013 wurde der Vereinigungspreis auf  1,60 € je kg bzw. Indexpunkt  (-0,06 €/kg) (1,60 bis 1,62) von der Notierungskommission festgelegt. Es werden weiter hohe Schlachtzahlen erwartet.

Der in  Österreich um - 4 ct/kg verringerte Mastschweine-Basispreis bleibt bis zum 15. Dez.-13 bestehen. Danach folgt für die 51. KW  ein Preisabschlag, der sich knapp unter der deutschen Notierungsvorgabe orientiert. Die Marktlage wird als ausgeglichen eingestuft.

Der Schweinepreise in Spanien bleiben weitgehend stabil.Die Preise sind um -0,5 ct/kg (12. Dez.-13) nur unwesentlich gefallen.

In (Ober-)Italien blieben die Schweinepreise  in der abgelaufenen 50. Woche zu Wochenbeginn zunächst stabil,  gingen in der  Wochenmitte auf -3 ct/kg und endeten im Donnerstagsmarkt unverändert. Die Angebotsmengen sind zwar weiter hoch, sind aber ohne Schwierigkeiten im Markt unterzubringen.

In der kommenden 51. Woche wird wieder mit einem hohen Lebendangebot vor dem Wochen mit den Feiertagen gerechnet. Das Absatzgeschäft wird allerdings spürbar abnehmen. Die zurückgenommenen Notierungen sollten die Kosten der Zwischenlagerung abfedern helfen.

Das Vorweihnachtsgeschäft geht in seine Endphase. Daher werden Lieferungen vorgezogen, die das Potenzial einer Überforderung des laufenden Marktes in sich bergen.

Wie das Geschäft zwischen den Feiertagen ausfallen wird, hängt wesentlich vom Lebendangebot ab. Unzureichende Exportgeschäfte können nicht zur Marktberuhigung beitragen.

Schweinepreise mit 1,60 €/kg wieder auf knappes Durchschnittsniveau gefallen.

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 18. Dez.13 für die 51. KW

Dänemark bleibt bei - 2,7 ct/kg. Die vorangemeldeten Tierzahlen sinken um 31.600 bzw. -8,4 %

NL: zwischen - 4 bis - 6 ct/kg je nach Schlachtunternehmen

Frankreich : Montagsmarkt (16.Dez.) -1,5 ct/kg; rd 5.000 Schweine mehr aufgetreiben

Belgien: zwischen -5 und - 6 ct/kg je nach Schlachtunternehmen bei zwar unterschiedlichen aber tendenziell kleinerem Angebot (+2.500 bis - 4.000 )

Spanien: - 0,5 ct/kg vergleichsweise stabil

(Ober)Italien:; Montagsmärkte Milano unverändert, Modena: - 2,2 ct /kg

Dienstagsmarkt:  Reggio Emilia - 2 ct/kg:  Mittwochsmarkt Cremona - 2 ct/kg

Österreich: - 5 ct/kg

Deutschland ISN Internetauktion fällt aus; nächste Veranstaltung Anf. Jan 2014
 Die Schlachtzahlen in der 51. KW fallen sehr hoch aus. Ausreichende Entlastung für die 52. KW (Weihnachtswoche)?

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ZMP Live Expertenmeinung

Die anhaltend hohen Anlieferungen der letzten Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen ist nicht ungewöhnlich. Die Zahlen fallen in Deutschland besonders hoch aus. Es ist zu hoffen, daß die vorgezogenen Schlachtungen Entlastungen für die Wochen mit den Feiertagen liefern. Allerdings bleibt das Exportgeschäft bis Anf-/Mitte Jan 2014 auf der Strecke.

Die abgesenkten Preise sind auf knappes Durchschnittsniveau gefallen. Für den weiteren Preisverlauf sind die Anlieferungsmengen zur Bedienung des laufenden Frischfleischbedarfes maßgebend. Ein Zuviel an Edelteilen führt unweigerlich zu Wertverlusten, die im Preis weitergegeben werden.

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