14.
02.14
Schweinepreise nochmals heruntergesetzt

Schweine-Cockpit, 14.02.2014

Bullish
  • grundsätzlich vorerst Fehlanzeige
  • Kompromisslösungen bei der russischen Importsperre
  • kleines Lebendangebot
Bearish
  • vorerst anhaltende Importsperre Russlands
  • Exportware wird unter Preisdruck im Binnenmarkt umverteilt

Schweinepreise  (Stand 14. Febr. 2014)

Die ISN-Internetbörse am 12. Febr. 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,54 €/kg (+- 0,0 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,525 bis 1,555 €/kg geführt. Ungewöhnlich ist der hohe Überstand von 1.366 Schweinen (47 %) bei einem Angebot von 2.881 Stück.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Marktlage wird überschattet durch die noch anhaltende Importsperre Russlands für EU-Schweineexporte als Folge des Fundes von 2 mit der ASP infizierten Wildschweinen in Litauen. Kompromissvorschläge zur Lockerung des Importverbots zeichnen sich ab. Auch für die bisher abgelehnte Regionalisierung scheint sich eine Verständigung anzubahnen.

Die Schweinepreise in Russland haben sich nach ihrem Tiefstand im Januar 2014 wieder leicht erholt.  

Das überwiegend rückläufige Lebendangebot in den bedeutenden EU-Erzeugungsländern ist für die Schlachthäuser gut bedarfsdeckend. In Deutschland liegen die Schlachtzahlen weiter unter der 1 Mio. Stück-Marke. Andererseits wird auf den schwachen Absatz beim Fleischverkauf hingewiesen. Die Exportländer drücken ihre Ware in alle angrenzenden Verbrauchsgebiete mit entsprechenden Folgen für die Preisgestaltung.  

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Nach einer 6-wöchigen Phase (fast) unveränderter Schweinepreise setzt Dänemark die Schweinepreise in der 8. KW um - 4 ct/kg zurück. Die Schlachtzahlen der 7. KW sind gegenüber der Vorwoche um 4,8 % geringer ausgefallen und bleiben rd. 5,6 % hinter den Vorjahreswerten zurück.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (10. Febr.2014) -1,6 ct/kg bei rückläufigen Auftrieb und beim Donnerstagmarkt (13. Febr.14) – 3,4 ct/kg bei einem um -1,8 %  verringerten Angebot bezahlt. Die Schlachtzahlen sind in ganz Frankreich zurückgegangen.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 7. KW bis zu  – 7 ct/kg gezahlt. Die Notierungen für die 8. KW veröffentlichen die Unternehmen unterschiedlich zwischen -2 bis -5 ct/kg.

Belgien: Die angemeldeten Schlachttiere sind gegenüber der Vorwoche fast unverändert geblieben. Die belgischen Schlachtunternehmen haben in der 7. KW durchschnittlich - 3 ct /kg weniger bezahlt. Die Preise für die 8. KW werden um  - 2 ct/ kg gekürzt

Deutschland: Die gemeldeten Schlachtzahlen sind drei Woche lang unterhalb der 1 Mio. Stück-Marke geblieben. Für die kommende Woche vom 14. bis 20. Febr.2014 (8. KW 2014) wurde der Vereinigungspreis auf  1,50  € je kg bzw. Indexpunkt (- 2 cent/kg) in einer Spanne von 1,50 bis 1,52 €/kg von der Notierungskommission festgelegt.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 7. KW 2014 orientierte  sich an der deutschen Notierungsvorgabe mit – 7 ct/kg. Für die kommende 8. KW wird unverändert notiert..

Die Schweinepreise in Spanien (13. Febr.2014) sind um -2,6  ct/kg gefallen.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise um  - 5,5 bis - 6 ct /kg auf den unterschiedlichen Marktstandorten bis zur Wochenmitte (7. KW) hinweg bezahlt. Nur die Marktpreise  in Mantua (Donnerstag 13.02.) blieben unverändert. Die Schlachtzahlen sind leicht rückläufig.

Angebot und Nachfrage im Lebendgeschäft in den bedeutenden europäischen Erzeugungsgebieten sind überwiegend ausgeglichen. Das kleiner ausfallende Lebendangebot kommt zur rechten Zeit und nimmt ein wenig Druck aus dem Markt.

Eine sich abzeichnende Lockerung des russischen Importverbots könnte in 1. Linie den Dänen und Niederländern direkt zugute kommen. Indirekt profitieren die übrigen Gebiete durch Entlastung des Binnenmarktes.

Ob die Hoffnungen der US-Farmer auf die Wiederaufnahme von Exporten in Richtung Russland aufgehen, ist noch nicht abzusehen. Die US-Lieferungen sind seit über einem Jahr für den russischen Markt gesperrt.

Schweinepreise nochmals heruntergesetzt

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 18.02.2014

Bretagne  Montagsmarkt am 17.02.02014: bei verringerten Auftrieb unverändert

Ober(Italien) Montagsmärkte am 17.02. 2014  Milano unverändert Modena -2,7 ct/kg

                        Mittwochmarkt iam 18.02.2014 in Reggio Emilia  -2,5 ct/kg

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ZMP Live Expertenmeinung

Die nochmals herabgesetzten Schweinepreise sind weiterhin der Importsperre Russlands zu verdanken. Andererseits verhindert das nicht allzu große Lebendangebot zusätzlich denkbaren Preisdruck im Binnenmarkt. 

Die sich abzeichnenden Kompromisslösungen eröffnen positive Perspektiven für die weitere Preisentwicklung. Davon profitieren in 1. Linie Dänemark und die Niederlande aufgrund ihrer günstigen Halbinsel- bzw. Randlage in Sachen Seuchenkontrolle. Die zentrale Lage Deutschland ist in dieser Hinsicht weniger von Vorteil. 

Die Entlastungswirkung eines zukünftig wieder flotter laufenden Exportgeschäftes kommt infolge der universalen Vernetzung des Schweinefleischabsatzes auch allen anderen Gebieten im Binnenmarkt zugute.  

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