15.
05.14
Überwiegend unveränderte Schweinepreise

Schweine-Cockpit, 15.05.2014

Bullish
  • Fehlanzeige
Bearish
  • witterungsbedingte schwache Grillnachfrage
  • unzureichender Drittlandsexport bei einem SVG von 110 %

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2014

20./21. KW

Do bis Mi

19./20.KW

Do bis Mi

18./19.KW

Do bis Mi

17./18.KW

Do bis Mi

16./17.KW

Do bis Mi

15./16.KW Do bis Mi

14./15.KW Do bis Mi

14.KW

13.KW

12. KW

11. KW

 V.-Preis (€   /kg)

1,60

1,60

1,60

1,60

1,58

1,63

1,60

1,55

1,55

1,61

1,63

Voranmeldungen (Stück)

227.700

229.753

228.199

228.819

224.900

222. 800

217.600

220.700

229.200

214.800

221.600

2014

21. KW

20. KW

19. KW

18. KW

17. KW

16. KW

15. KW

14. KW

13. KW

12. KW

11. KW

Schlachtzahlen (Stück)

935.023

842.411

915.792

1.032.354

1.030.714

993.254

1.026.540

985.879

960.578

ISN-Internetauktion

Mo, 19.05

Mo, 12.05.

Mo, 05. 05.

Mo, 28.04.

Di,  22.04

Mo, 14.04

Mo, 07.04

Mo, 31.03

Mi

Mi

Mi

Durchschnittspreis (€/kg)

1,72 

1,67

1,69

1,67

1,64

1,66

1,66

1,65

1,63

1,59

1,62

Überstand in %

14,7 %

0

14,1 %

6,5 %

18,5 %

20,7 %

25,4 %

0

18 %

0

Schweinepreise  in Deutschland unverändert  von Do, 15.05. bis Mi, 21.05. (20./21.KW)

Die ISN-Internetbörse am Mo, 12. Mai 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,67 €/kg (-0,02 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,655 bis 1,69 €/kg geführt. Von den 3.662 angebotenen Schweinen wurden  540  bzw. 14, 7 % nicht verkauft.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Hoffnungen auf weiter steigenden Absatz mit zugehörigen Preisen Mitte Mai wurden infolge der ungünstigen Witterungsentwicklung europaweit nicht erfüllt. Auch die anhaltend niedrigen deutschen Schlachtzahlen deutlich unterhalb der 1 Mio.-Stück-Marke  haben die Kurse nicht beflügeln können.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten

Dänemark: Dänische Schweinepreise blieben auch in der 20. KW unverändert bei Kürzungen der schweren Gewichtsklassen. Die Schlachtzahlen bleiben weiter um  - 4 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 21. KW (19. bis 23. Mai) bleibt der Basispreis  unverändert, aber schwere Schweine erhalten kleine Abschläge.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (12. Mai 14) – 1,4 ct/kg  bei deutlich steigenden Auftrieb gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (15. Mai 14) wurden  - 2,7  ct/kg weniger bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich sind  wieder größer ausgefallen.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 20. KW  unverändert gezahlt. Die Schlachtzahlen sind wieder angestiegen. Die Preise für die 21. KW bleiben weiter unverändert .

Belgien: Die Schweinepreise in der 20. KW  wurden unverändert beibehalten.  Die Schlachtzahlen sind nach den feiertagsbedingten Rückgängen wieder kräftig angestiegen  (für die 20 KW: +6,6 %). Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 21. KW bleiben    unverändert

Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland sind in den letzten 3 Wochen in Folge unterhalb der 1 Mio. Stück-Marke geblieben.

Für die kommende Periode von Donnerstag 15. bis Mittwoch 21. Mai. (20./21. KW) wurde der Vereinigungspreis mit 1,60  € je kg bzw. Indexpunkt in einer Spanne von 1,60 bis 1,63 €/kg unverändert beibehalten.

Die angekündigten Liefermengen in der kommenden Woche bewegen sich im oberen Durchschnittsbereich.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 19./120. KW blieb unverändert. Die Notierung für die kommende 20./21. KW (15. bis 21.05. 2014)  bleibt ebenfalls  unverändert.

Die Schweinepreise in Spanien (15. Mai 2014) sind um -0,4  ct/kg gefallen

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 20. KW  am Montag (12.05.) in Milano  um 0 ct/kg, in Modena um +1 bis - 0,6 ct/kg bezahlt. Am Dienstag (13.05.) wurde in Reggio Emilia von +2 bis - 4 ct/kg notiert, am Mittwoch (14.05.) in Cremona um + 1 ct/kg gehandelt. Preisrückgänge konzentrieren sich auf schwere Schweine. Die gemeldeten Schlachtzahlen haben sich nach den kräftigen Steigerungen der Vorwochen um den Monatswechsel (April/Mai) wieder auf knappes Durchschnittsniveau eingependelt.

Ein absatzförderndes  Grillwetter zeichnet sich in Europa erst langsam ab. Erinnerungen an das ungünstige Vorjahr werden geweckt. Die reduzierten Schlachtmengen reichen im Durchschnitt  aus, wenngleich mit einigen regionalen Unterschieden. Im Verarbeitungssektor bleibt die Nachfrage gemessen am Angebot zu schwach. Es fehlen weiterhin ausreichende Exportmöglichkeiten in Drittländer. Kleine Lichtblicke sind die steigenden Verkaufszahlen in viele kleine Importländer. Möglicherweise bieten die Exportausfälle in den USA in den nächsten Monaten größere Absatzchancen. Die Hoffnungen auf russische Importe sind noch nicht aufgegeben. Inwieweit die dänische Einzelinitiative Erfolg hat, wird man abwarten müssen.

Die hohen US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs haben nach einem vorübergehenden Einbruch unterhalb der 2 €/kg Marke für die  späteren Sommermonate  2014  wieder zugelegt. Überraschenderweise bleiben die US-Exportzahlen auf hohem Niveau. Die gestiegenen Schlachtgewichte übersteigen den noch geringen Rückgang der Schlachtzahlen. Noch kann eine Vorratsbildung betrieben werden. Die PEDv-bedingten Schlachtausfälle werden in den folgenden Wochen kräftig steigen und ihren Höhepunkt im Juli/August 2014 erreichen. Jüngste Einschätzungen führender US-Unternehmen (u. a. Smithfield) melden höhere als bisher geschätzte Schlachtausfälle.

Chinesische Schweinepreise bleiben um die 1,70 €/kg niedrig - gemessen an einem Durchschnittsniveau von rd. 2,40 €/kg. Die chinesischen Interventionskäufe haben bislang wenig Wirkung gezeigt. Infolge der hohen Wirtschaftlichkeitsverluste werden Sauen in starkem Maß geschlachtet. Das erhöht vorübergehend das Fleischangebot. Die Importnachfrage hat spürbar nachgelassen. Eine deutliche Entlastung wird erst im 4. Quartal 2014 mit saisonaler Verbrauchszunahme und Angebotsverringerung  erwartet.

Russische Schweinepreise sind seit der Importsperre für Schweinefleisch aus der EU mittlerweile auf 3,60 €/kg  gestiegen. Es fehlen beachtliche Mengen an  Rohstoff für die Wurstherstellung. Russische Bemühungen um Importersatz aus den USA, Brasilien und China bieten nur geringe Aussichten auf eine wirksame  Entlastung.

Brasilianische Schweinepreise zeigen sich saisonal erstaunlich stabil bei Größenordnungen um die 1,50 €/kg. In den letzten Jahren erreichten die Juli-Preise mit gewisser Regelmäßigkeit die 1 €/kg- Marke. Die russische Nachfrage und die fehlenden US-Mengen halten das internationale Preisniveau vergleichsweise hoch.

Überwiegend unveränderte Schweinepreise

Schweine-Aktualisieren,

Update vom Montag 19.05.2014

Ergebnisse der ISN-Internetbörse:  Durchschnittspreis 1,72 €kg  + 5 ct/kg  (Spanne 1,68 bis 1,73)

Alle 3.263 Schweine wurden verkauft.

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ZMP Live Expertenmeinung

Trotz gemäßigter Schlachtzahlen bleibt das Schweinefleischangebot für die aktuelle Nachfragesituation ausreichend hoch. Preissteigerungen sind im weiteren Verkaufsgeschäft in ganz Europa nicht durchsetzbar. Hoffnungen auf steigende Grillnachfrage zeichnet sich mit den besseren Wetteraussichten ab. Inwieweit die Dimensionen absatzmäßig groß genug ausfallen, die Kurse deutlich anzuheben, bleibt vorerst offen, aber zu hoffen.

Im internationalen Schweinefleischhandel wird die Marktentwicklung mit Spannung verfolgt. Die russischen Bemühungen um Ersatzimporte stehen beschränkten Angeboten aus den USA, Brasilien und China gegenüber. Europa hätte das Lieferpotenzial, soll aber aus politisch-taktischen  Erwägungen nicht.

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