15.
11.13
Leichte Abwärtskorrektur bei den Schweinen - Aussichten dennoch positiv gestimmt

Schweine-Cockpit, 15.11.2013

Bullish
  • Europaweit tendenziell nachgebendes Lebendangebot
  • Vorweihnachtliche Nachfragebesserung
Bearish
  • Deutsche Angebote mit wöchentlichen starken Schwankungen unter/über der 1 Mio. Marke
  • Vorweihnachsgeschäft noch nicht auf Hochtouren
  • unzureichendes Drittlandsgeschäft zurzeit ohne konkrete Aussicht auf Besserung

Schweinepreise  (Stand 15. Nov. 2013)

Die Internetbörse am Mi, 13. Nov. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,71 €/kg (-0,04) in einer Spanne von 1,70 bis 1,715 €/kg.  Bei 2.235 Schweinen entstand ein Überstand von 90 Tieren.

Für die kommende Woche bis zum 21. November 2013 wurde der Vereinigungspreis auf

 1,64 € je kg bzw. Indexpunkt  (-0,02 €/kg)

von der Notierungskommission festgelegt. Die Spannbreite lag zwischen 1,63 bis 1,66 €/kg.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

In der überwiegenden Zahl der bedeutenden EU-Erzeugungsgebiete sind die Schlachtungen in der zurückliegenden 45. KW gegenüber der Vorwoche zurückgegangen. Ausnahme bilden Dänemark und Deutschland. Die Schlachtschweinepreise haben sich bis auf die südlichen Länder mindestens stabilisiert, meistens jedoch um 2 bis 3 erhöht. Ausnahme bilden Italien und Spanien mit ihren Preisrückgängen.

Aktuelle Marktlage:

Die Schlachtzahlen in  Dänemark sind in der 46. KW um 2,7 % gestiegen, die Auszahlungspreise wurden um -2,8 ct/kg zurückgenommen. Für kommende Woche (47. KW) werden unveränderte Kurse gezahlt werden.

In Frankreich/Bretagne wurden beim Montagstermin (46. KW) mehr Schweine angeboten,  der Preis fiel um ½ ct/kg. Am  Donnerstagstermin (14. Nov.) gingen die Lebendangebote um  rd. 7.000 Stück bzw. um -11,8 % zurück. Die ermittelten Durchschnittspreise stiegen um geringfügige +0,6 ct/kg. Der französische Markt ist gut geräumt.

In den Niederlanden wurden in der 45. KW (bis 9.Nov.) rd. 4.000 (-1,4 % %) weniger Schlachtungen gezählt.  Die Kurse der Schlachtunternehmen stiegen um 1 bis 2 ct /kg gegenüber der Vorwoche.

In Belgien gab das Angebot in der 46. Kalenderwoche etwas über -5.000 Stück bzw. -4,4 % nach. Die Preise stiegen um + 1 bis +2 cent je kg je nach Schlachtbetrieb.

Der in  Deutschland für die kommende 47. KW vereinbarte V-Preis fällt um -0,02 €/kg und wurde auf 1,64 €/Kg bzw. Indexpunkt festgelegt. Die Schlachtzahlen der Vorwoche (45 KW) liegen wieder über 1 Mio. Stück Marke. Angesichts des schleppenden Fleischabsatzgeschäftes konnten die  Preisverbesserungen der Vorwoche nicht durchgehalten werden. Für die kommende Woche soll das Lebendangebot geringer ausfallen.

Der in  Österreich notierte Mastschweine-Basispreis wird voraussichtlich dem deutschen Vorbild nicht folgen. Die Marktlage wird als gut ausgeglichen eingestuft. Der Basispreis bleibt unverändert.

Der Schweinemarkt in Spanien kommt langsam in ein Gleichgewicht für die urlauberarme Herbst/Winterperiode.Schweinepreise gaben in der abgelaufenen Woche nochmal leicht um -4 ct je kg nach.

In (Ober-)Italien fielen in der abgelaufenen 46. Woche zu Wochenbeginn die Auszahlungspreise nochmals um -4 bis -6 ct/kg. Zur Wochenmitte nahmen die Rückgänge etwas ab auf -4 cent/kg. Die Angebotsmengen sind weiter hoch. In den schweren Gewichtsklassen oberhalb von 130 kg gab es sogar Aufschläge um 2,5 ct/kg

In der kommenden 47. Woche wird mit einem abnehmenden Lebendangebot gerechnet; Bei gleichzeitig stabiler Nachfrage könnte eine stärkere Marktbereinigung stattfinden. In den Verarbeitungsbetrieben laufen die Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft etwas unter den Erwartungen. Das Drittlandgeschäft bleibt ohne politische Regelungen auf Sparflamme. Koalitionsverhandlungen auf deutscher Seite erlauben vorerst kein durchgreifendes  Regierungshandeln. Von russischer Seite besteht wenig Interesse an einer Konfliktlösung.

Leichte Abwärtskorrektur bei den Schweinen - Aussichten dennoch positiv gestimmt

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 19.Nov.2013:

Der Montagsmarkt (18. Nov.)  in Plerin Bretagne (Frankreich) schloss mit einem schwach positiven Ergebnis von 0,1 cent je kg ab. Der Auftrieb fiel um 2,8 % geringer aus.

Die beiden norditalienischen Montagsmärkte (18.Nov) in Milano lagen noch um -0,04 €/kg niedriger, während der Markt in Modena nur eine geringe Schwäche um  -0,01 € je kg zeigte.  Der Dienstagsmarkt (19. Nov.) in Reggio Emilia  notierte für normalgewichtige Schweine noch ein  Minus von -0,02 €/kg, aber für die schwergewichtigen Tiere oberhalb von 130 kg wurden schon wieder Aufgelder in Höhe von 0,055 €/kg bezahlt.

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ZMP Live Expertenmeinung

Steigende Lebendangebote in Deutschland und schwierige Absatzlage im Fleischgeschäft zwangen zu einer moderaten Korrektur der Preisanhebung der letzten Woche. In mehreren anderen EU-Erzeugungsgebieten stellt sich die Situation etwas freundlicher dar. Die Erwartungen an ein geringeres Schlachtschweineangebot in der kommenden Woche führt zu der Einschätzung, dass für die kommende Phase wieder mehr Hoffnungen auf einen Preisspielraum nach oben besteht. 

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