20.
12.13
Zu hohe Anlieferungen - Starker Preiseinbruch

Schweine-Cockpit, 20.12.2013

Bullish
  • vorerst Fehlanzeige
Bearish
  • Zu hohe durch vorgezogenen Lieferungen verursachte Schlachtzahlen
  • Konzentration auf das Frischfleischgeschäft beim Absatz
  • wenige Schlachttage

Schweinepreise  (Stand 20. Dez. 2013)

Die nächste ISN-Internetbörse findet am 8. Jan. 2014 statt

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

In der zurückliegenden 51. KW  haben die europäischen Schweinefleischmärkte angesichts anhaltend hoher Schlachtungen preislich auf breiter Front zurückstecken müssen. Die Kursrückgänge waren in Italien und Spanien vergleichsweise gering bis unverändert, gaben in Frankreich um -1,5 bis  -3 ct/kg nach. In NL, Belgien, DK und Deutschland fielen die Kurse zwischen - 3 bis - 6 ct/kg.  

Die Schweineanlieferungen sind in Erwartung der kommenden Feiertage durch vorgezogenen Lieferungen überwiegend gestiegen. Der Absatz von Fleisch und Verarbeitungsware konnte mit dem nochmals gestiegenen Lebendangebot nicht in allen Ländern mithalten.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Die Schlachtzahlen in  Dänemark sind in der 51. KW um etwas über -8 % gefallen, es blieb jedoch bei der angekündigten Senkung der Auszahlungspreise um – 2,7 ct/kg.

Für die kommende Woche (52. KW) werden die dänischen Auszahlungspreise nochmals um  - 5,6  ct/kg gesenkt.

In Frankreich/Bretagne wurden beim Montagstermin (51. KW) zwar um 5.000 mehr Schweine aufgetrieben, die Preise gaben um - 1,5 ct/kg nach.  Am  Donnerstagstermin (19. Dez.) nahmen die Lebendangebote nur geringfügig ab. Die ermittelten Durchschnittspreise fielen dennoch – 3,5 ct/kg. Die Verarbeitungsindustrie in Frankreich hat sich auf die Weihnachtsferien eingestellt.

In den Niederlanden wurden in der 50. KW rd. (+ 3 %) mehr Schlachtungen gezählt.  Die Auszahlungspreise der Schlachtunternehmen variierten zwischen - 4 und - 6 ct/kg. Für die restlichen Wochen des Jahres 2013 wird der deutsche Preisrückgang je nach Schlachthof in NL unterschiedlich übernommen.

In Belgien sind die Schlachtzahlen in der 51. Woche nur gering gestiegen. Die Preise folgten knapp den deutschen Vorgaben mit - 5 ct/kg. Für die beiden letzten Wochen des Jahres  erwartet man bedarfsangepasste Anlieferungen. Belgien folgt bei den Preisen mit geringen Abweichungen den stark rückläufigen Vorgaben aus Deutschland.   

In  Deutschland stiegen die Schlachtzahlen in der 50. KW liegen weiter über  der 1 Mio. Stück Marke. Fehlende Schlachttage in der kommenden Weihnachtswoche haben zu beachtlichen vorgezogenen Lieferungen geführt.

Für die kommende Woche bis in die 1. Jan-Woche 2014 wurde der Vereinigungspreis auf 1,52 € je kg bzw. Indexpunkt  (-0,08 €/kg) (1,52 bis 1,55) von der Notierungskommission festgelegt.

Der in  Österreich um - 5 ct/kg verringerte Mastschweine-Basispreis bleibt bis zum 20. Dez.-13 bestehen. Für die Restwochen des Jahres 2013 beträgt der Preisabschlag bei - 7 ct/kg, angelehnt an der deutschen Notierungsvorgabe.

Die Schweinepreise in Spanien (19. Dez.-13) sind um 3,7 ct/kg zurückgenommen worden.

In (Ober-)Italien blieben die Schweinepreise  in der abgelaufenen 51. Woche zu Wochenbeginn zunächst stabil,  gingen in der  Wochenmitte auf -2 ct/kg und endeten im Donnerstagsmarkt (19. Dez.) zwischen -2 bis 0 ct/kg. Die Angebotsmengen sind im Durchschnitt der Schlachtbetriebe bedarfsdeckend.

Wie die Preise in den feiertagsbesetzten kommenden Wochen ausfallen werden, hängt wesentlich vom Lebendangebot ab. Der Fleischabsatz läuft nur noch im Frischgeschäft für den täglichen Bedarf.

Zu hohe Anlieferungen - Starker Preiseinbruch

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 24.Dez.2013:

  - Montagsmarkt in Frankreich/Bretagne:  -0,9 ct/kg

   - Belgien: - 5 bis - 6 ct/kg; Anmeldungen in der Weihnachstwoche zwischen 30 und 60 % im Vergleich zur Vorwoche

  - Österreich:  - 7 ct/kg

  - Montagsmärkte in Oberitalien: Milano unverändert;  in Modena -2,3 ct/kg

  - Spanien - 3,7 ct/kg

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ZMP Live Expertenmeinung

Das Schlachtschweineangebot fällt eine Woche vor den Weihnachtsfeiertagen einfach zu hoch aus. Auf der Abnahmeseite geht nur noch das Frischfleischgeschäft für den täglichen Bedarf. Verarbeitungsbetriebe machen Weihnachtsurlaub. Nichtverkaufte Ware geht in den Froster bis in die 1. bzw 2 Jan-Woche. Die weitere Preisentwicklung hängt wesentlich vom Lebendangebot in den nächsten drei Wochen ab. Disziplinierte Anlieferung ohne Überraschungen könnten für eine gewisse Stabilisierung sorgen. Drei Wochen ist jedoch angesichts täglicher Zunahmen von 0,8 kg eine lange Frist, um die Schweine zu schieben.

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