22.
05.14
Aktuelles Grillwetter sorgt für steigende Schweinepreise

Schweine-Cockpit, 22.05.2014

Bullish
  • Aktuelles Grillwetter sorgt für Nachfrage
  • Angebot an Lebendschweinen knapp bedarfsdeckend
  • Gedämpfte Hoffnungen auf Exporte
Bearish
  • Unzureichende Drittlandsexporte
  • Feier- und Brückentag in der nächsten Woche
  • Leicht zunehmende Angebotsmengen

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2014

21./22. KW

Do bis Mi

20./21. KW

Do bis Mi

19./20.KW

Do bis Mi

18./19.KW

Do bis Mi

17./18.KW

Do bis Mi

16./17.KW

Do bis Mi

15./16.KW Do bis Mi

14./15.KW Do bis Mi

14.KW

13.KW

12. KW

11. KW

 V.-Preis (€   /kg)

1,68

1,60

1,60

1,60

1,60

1,58

1,63

1,60

1,55

1,55

1,61

1,63

Voranmeldungen (Stück)

229.600

227.700

229.753

228.199

228.819

224.900

222. 800

217.600

220.700

229.200

214.800

221.600

2014

22. KW

21. KW

20. KW

19. KW

18. KW

17. KW

16. KW

15. KW

14. KW

13. KW

12. KW

11. KW

Schlachtzahlen (Stück)

935.029

935.023

842.411

915.792

1.032.354

1.030.714

993.254

1.026.540

985.879

960.578

ISN-Internetauktion

Mo, 26.05.

Mo, 19.05

Mo, 12.05.

Mo, 05. 05.

Mo, 28.04.

Di,  22.04

Mo, 14.04

Mo, 07.04

Mo, 31.03

Mi

Mi

Mi

Durchschnittspreis (€/kg)

1,71 

1,72

1,67

1,69

1,67

1,64

1,66

1,66

1,65

1,63

1,59

1,62

Überstand in %

27,4 % 

0

14,7 %

0

14,1 %

6,5 %

18,5 %

20,7 %

25,4 %

0

18 %

0

Schweinepreise  in Deutschland um 8 ct/kg für 21./22. KW gestiegen (Do, 22.05. bis Mi, 28. Mai)

Die ISN-Internetbörse am Mo, 19. Mai 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,72 €/kg (+0,05 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,68 bis 1,73 €/kg geführt. Von den 3.263 angebotenen Schweinen wurden alle verkauft.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Hoffnungen auf steigenden Absatz mit zugehörigen Preisen wurden infolge des aktuellen Grillwetters mit einwöchiger Verspätung erfüllt. Die anhaltend niedrigen deutschen Schlachtzahlen unterhalb der 1 Mio.-Stück-Marke  haben den Kursen zusätzlichen Auftrieb verliehen.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten

Dänemark: Dänische Schweinepreise blieben auch in der 21. KW unverändert. Die Schlachtzahlen bleiben weiter um  - 1,9 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 22. KW (26. bis 30. Mai) wird der Basispreis  um 2,7 ct/kg erhöht.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (19. Mai 14) – 1,3 ct/kg  bei deutlich steigenden Auftrieb gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (22. Mai 14) wurden  - 0,5  ct/kg bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich sind  wieder größer ausgefallen.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 21. KW  unverändert gezahlt. Die Schlachtzahlen sind wieder angestiegen. Die Preise für die 22. KW sollen  + 6 bis 7 ct/kg steigen.

Belgien: Die Schweinepreise in der 21. KW  wurden unverändert beibehalten.  Die Schlachtzahlen sind nach den feiertagsbedingten Rückgängen wieder kräftig angestiegen  (für die 20 KW: +6,6 %). Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 22. KW   steigen um 7 ct/kg.

Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland sind in den letzten 3 Wochen in Folge unterhalb der 1 Mio. Stück-Marke geblieben.

Für die kommende Periode von Donnerstag 22. bis Mittwoch 28. Mai. (21./22. KW) wurde der Vereinigungspreis mit 1,68  € je kg bzw. Indexpunkt in einer Spanne von 1,65 bis 1,68 €/kg erhöht.

Die angekündigten Liefermengen in der kommenden Woche bewegen sich im oberen Durchschnittsbereich.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 20./21. KW blieb unverändert. Die Notierung für die kommende 21./22. KW (22. bis 28.05. 2014)  wird   um + 6 ct/kg erhöht.

Die Schweinepreise in Spanien (21. Mai 2014) sind um + 1,7  ct/kg gestiegen.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 21. KW  am Montag (19.05.) in Milano  um +1 ct/kg, in Modena um + 2,2 ct/kg bezahlt. Am Dienstag (20.05.) wurde in Reggio Emilia von +2,3 ct/kg notiert, am Mittwoch (21.05.) in Cremona um + 1 bis +3 ct/kg gehandelt. Die gemeldeten Schlachtzahlen haben sich wieder auf knappes Durchschnittsniveau eingependelt.

Ein absatzförderndes  Grillwetter ist aktuell zwar vorhanden, aber die Aussichten auf das Wochenende sind schon weniger grillfreundlich. Die reduzierten Schlachtzahlen sind bei regionalen Unterschieden knapp bedarfsdeckend. Im Verarbeitungssektor fehlt in der kommenden Woche aufgrund des Feiertags und eines Brückentages die entsprechende Nachfrage. Die unzureichenden Exportmöglichkeiten in Drittländer bleiben ein Dauerbrenner. Kleine Lichtblicke sind die steigenden Verkaufszahlen in viele kleine Importländer. Möglicherweise bieten die Exportausfälle in den USA in den nächsten Monaten größere Absatzchancen. Die Hoffnungen auf eine Auflockerung der russischen Importsperre sind noch nicht aufgegeben; die Bemühungen der dänischen Fleischwirtschaft um bilaterale Regelungen stehen im Widerstreit zur Rechtslage.

Die hohen US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs haben nach dem Rückgang für die Monate Mai und Juni für die besonders kritischen Termine Juli August wieder Spitzenwerte bei umgerechneten 2,05  €/kg erreicht. Die US-Exportzahlen bleiben auf hohem Niveau. Die gestiegenen Schlachtgewichte übersteigen den zurzeit noch geringen Rückgang der Schlachtzahlen. Noch kann eine Vorratsbildung betrieben werden. Die PEDv-bedingten Schlachtausfälle werden in den folgenden Wochen kräftig steigen und ihren Höhepunkt im Juli/August 2014 erreichen. Jüngste Einschätzungen führender US-Unternehmen (u. a. Smithfield) melden höhere als bisher geschätzte Schlachtausfälle.

Chinesische Schweinepreise sind  über 1,75 €/kg gestiegen. Ursache ist eine verstärkte Nachfrage vor den Feiertagen des Drachenbootfestes am 1 und 2 Juni. 2014. Üblicherweise gehört die Zeit nach den Festtagen zur verbrauchsschwächsten Zeitspanne. Eine deutliche Entlastung wird erst im 4. Quartal 2014 mit saisonaler Verbrauchszunahme und Angebotsverringerung  erwartet.

Russische Schweinepreise sind seit der Importsperre für Schweinefleisch aus der EU auf 135 Rub je kg LG bzw. 2,86 €/kg LG auf 3,62 €/kg SG gestiegen. Die Ersatzlieferungen aus anderen Staaten reichen nicht, den Bedarf zu decken. Importe aus den USA, Brasilien und China bieten keine ausreichende Entlastung.

Brasilianische Schweinepreise zeigen sich saisonal erstaunlich stabil bei Größenordnungen um die 1,50 €/kg. In den letzten Jahren erreichten die Juli-Preise mit gewisser Regelmäßigkeit die 1 €/kg- Marke. Die russische Nachfrage und die fehlenden US-Mengen halten das internationale Preisniveau vergleichsweise hoch.

Aktuelles Grillwetter sorgt für steigende Schweinepreise

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 26. Mai. 2014 : ISN Internet-Versteigerung

  2.400 verkaufte von  3.305 angebotenenSchweine in 18  Partien wurden zum Durchschnittspreis von 1,71 €/kg verkauft. (Gegenüber Vorwoche - 1 ct/kg). Die Spannbreite lag zwischen 1,70 und 1,725. Der Überstand errechnet sich auf 27,4 %.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die überfällige Preiserhöhung bedurfte der aktuellen Grillwetterstimmung. Inwieweit diese Perspektive anhält, ist kritisch zu hinterfragen. Einerseits bremsen die Feier- und Brückentage in der kommenden Woche die Lebendnachfrage, andererseits bieten sie weitere Gelegenheiten für zusätzliche Grillaktivitäten. Der Monat Mai hat diesbezüglich noch Nachholbedarf. Die Börsenkurse zeigen einen gewissen Optimismus an.

Verschiedene Aktivitäten zur Auflockerung des russischen  Importverbotes unterstützen kleine Hoffnungen auf entlastenden Drittlandsabsatz. Allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch hängen, denn eine vollständige Rückkehr zu alten Bedingungen wird es vorerst  nicht geben.

ZMP Marktbericht kompakt
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

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