22.
11.13
Schweinepreise ziehen bei geringerem Angebots und steigender vorweihnachtlicher Nachfrage wieder an

Schweine-Cockpit, 22.11.2013

Bullish
  • verringertes Lebendangebot
  • vorweihnachtliche Nachfragesteigerung
  • leichte Exportbelebung
Bearish
  • ausreichendes Fleischangebot insgesamt
  • trotz Rückgang immer noch hohes Lebendangebot
  • trotz Belebung noch ausbaufähiger Drittlandsexport

Schweinepreise  (Stand 22. Nov. 2013)

Die Internetbörse am Mi, 20. Nov. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,68 €/kg (-0,03) in einer Spanne von 1,665 bis 1,70 €/kg.  Bei 3.275 Schweinen entstand ein Überstand von 270 Tieren.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

In der zurückliegenden 46. KW  haben sich die europäischen Schweinefleischmärkte unterschiedlich entwickelt. Gebiete mit zunehmenden Schlachtzahlen wechseln sich ab mit rückläufigen Auftrieben in anderen Regionen. Überwiegend wird jedoch das Lebendangebot gemessen am vorweihnachtlichen Bedarf eher als knapp bedarfsdeckend eingestuft. Dementsprechend haben sich die Schlachtschweinepreise teil stabilisiert bis geringfügig erhöht. Auch Preisabschläge waren dabei.

Aktuelle Marktlage:

Die Schlachtzahlen in  Dänemark sind in der 47. KW um knapp 1 % gestiegen, die Auszahlungspreiseblieben jedoch unverändert.   Für kommende Woche (47. KW) werden weiterhin unveränderte Kurse gezahlt werden.

In Frankreich/Bretagne wurden beim Montagstermin (46. KW) mehr Schweine angeboten,  der Preis stieg um 0,6 ct/kg. Am  Donnerstagstermin (21. Nov.) nahmen die Lebendangebote um  rd. 3.000 Stück bzw. um 6,5 % zu. Die ermittelten Durchschnittspreise blieben jedoch unverändert. Der französische Markt ist gut geräumt.

In den Niederlanden wurden in der 46. KW (bis 16.Nov.) rd. 6.000 (-2,1 %) weniger Schlachtungen gezählt.  Die Kurse der Schlachtunternehmen blieben im wesentlichen unverändert gegenüber der Vorwoche.

In Belgien stieg das Angebot in der 47. Kalenderwoche etwas über 17,4 %. Die Preise gaben um -1 cent je kg nach.

In  Deutschland fielen die Schlachtzahlen in der 46. KW liegen wieder knapp unter die 1 Mio. Stück Marke. In der abgelaufenen 47. K.-Woche blieb das Schlachtschweineangebot ab Mitte der Woche hinter den Erwartungen zurück. Der Nachfrage einzelner Schlachtbetriebe konnte nicht voll gedeckt werden. Neben den Verarbeitungsbetrieben wird zunehmend Bedarf aus dem Lebensmitteleinzelhandel angemeldet. Für die kommende Woche soll das Lebendangebot geringer ausfallen.

Für die kommende Woche bis zum 28. November 2013 wurde der Vereinigungspreis auf  1,66 € je kg bzw. Indexpunkt  (+0,02 €/kg) von der Notierungskommission festgelegt. Die Spannbreite lag zwischen 1,64 bis 1,68 €/kg.

Der in  Österreich notierte Mastschweine-Basispreis vom 25. Nov bis 1. Dez 2013 bleibt unverändert.

Der Schweinemarkt in Spanien kommt langsam in ein Gleichgewicht für die urlauberarme Herbst/Winterperiode.Der Markt hat sich weitgehend stabilisiert. Preise sind unverändert.

In (Ober-)Italien fielen in der abgelaufenen 47. Woche zu Wochenbeginn die Auszahlungspreise nochmals um -4 ct/kg. Zum Wochenende tendierten die Rückgänge gegen Null. Bei den typischen überschweren Schweinen oberhalb der 130 kg Grenze wurden bereits Zuschläge von 5 bis 7 cent/kg gezahlt. Die Angebotsmengen sind zwar weiter hoch, aber eher knapp gemessen an der lebhaften Nachfrage

In der kommenden 48. Woche wird wieder mit einem eher begrenzten Lebendangebot gerechnet. Bei lebhafter Nachfrage aus dem Verarbeitungsbereich und dem noch ausbaufähigem Absatz im Lebensmitteleinzelhandel könnte eine weitere Marktbereinigung stattfinden. In den Verarbeitungsbetrieben laufen die Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft mittlerweile auf Hochtouren. Das Drittlandgeschäft zeigt im vorweihnachtlichen Handel deutlich mehr Bewegung als in den zurückliegenden Wochen, bleibt aber dennoch deutlich hinter den Zahlen früherer Jahre zurück.

Schweinepreise ziehen bei geringerem Angebots und steigender vorweihnachtlicher Nachfrage wieder an

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 26. Nov.2013:

Beim Montagsmarkt (25. Nov. ) in der Bretagne wurden 4.500 Schweine (= +40 %) mehr aufgetrieben. Die Auszahlungspreise fielen um -1,1 ct/kg.

Der Montagsmarkt in Milano  (Oberitalien) schnitt mit einem unverändert ab. Der Dienstagsmarkt (26.11.) in Modena (Oberitalien) notierte in den unteren Gewichtsklassen + 2 und in den oberen Gewichtsklassen +8,5 cent/kg

In DK erwartet man für die lfd. 48. Kalenderwoche rd. +7.400 (= +2,1 %) mehr Schlachtungen. Die Preise bleiben unverändert.

In den Niederlanden wurde die deutsche Preiserhöhung um + 2 ct/kg für die 48. KW von der Mehrzahle der Schlachtunternhmen übernommen.

Die belgischen Schlachthäuser bleiben überwiegend bei einem unveränderten Preis. Die Schlachtzahlen zeigen geringfügig nach oben.

ZMP Live+ Logo

ZMP Live Expertenmeinung

Das Vorweihnachtsgeschäft läuft an. Verarbeitungsbetriebe arbeiten auf Hochtouren, der Lebensmitteleinzelhandel beginnt auf höherem Niveau zu disponieren. Selbst der Export zeigt Ansätze vorweihnachtlicher Anstiege.

Auf der Lebendangebotsseite fallen im europäischen Mittel die Zahlen an schlachtreifen Tieren . Ausnahmen steigender Angebote in Belgien und Dänemark stören den Markt nur wenig.  Insgesamt ist für die kommende Woche mit einer weiter freundlichen Absatzstimmung zu rechnen, auch wenn es auf das Monatsende zugeht.   

ZMP Marktbericht kompakt
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

Achtung, du siehst derzeit historische Daten da du entweder kein ZMP Live+ Mitglied oder nicht eingeloggt bist. Hol dir jetzt den Informationsvorsprung!

21.
05.24
16:09

US-Fleischmarkt 2025: weniger Rind, mehr Schwein, noch mehr Hähnchen Anläßlich der monatlichen Vorschau auf den US-Fleischmarkt 2025 prognostiziert das US-Agrarministerium (USDA) in seiner Mai-Ausgabe einen stagnierenden Fleischmarkt in Höhe von knapp 46 Mio. t insgesamt. Bei den einzelnen Fleischarten sind jedoch deutliche Unterschiede auszumachen…

10.
05.24
16:23

EU-KOM schätzt EU-Schweinefleischmarkt 2024 unverändert auf Vorjahresniveau In ihrer jüngsten Mai-24-Ausgabe schätzt die EU-Kommission den Schweinefleischmarkt 2024 gegenüber vorausgegangenen optimistischeren Prognosen nur wenig verändert auf Vorjahresniveau. Im Jahre 2023 war die Erzeugung im Durchschnitt um -6,6 % zurückgegangen. Die größten…

17.
04.24
15:22

Deutschland: V-Preis 2,20 €/kg (Spanne 2,15 – 2,20 €/kg) Die wöchentlichen Schlachtzahlen sind mit rd. 691.367 Schweinen (Vorwoche 618.791) größer ausgefallen, die Schlachtgewichte sind mit 98,2 kg gleich geblieben. Die Voranmeldungen fallen mit 260.700 Schweinen (Vorwoche 260.900) etwa gleich hoch aus. Die ISN-Auktion am Di, 16. Apr. 2024 brachte…

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Jetzt registrieren

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich