23.
09.13
3. Preiseinbruch in Folge - Schweinepreise bei 1,75 € kg

Schweine-Cockpit, 23.09.2013

Bullish
  • europaweit begrenztes Schlachtschweineaufkommen.
Bearish
  • schlagartig zu hohes Schlachtschweineangebot
  • steigende Schlachtgewichte
  • verhaltene Fleischnachfrage in allen Sparten von LEHüber Verarbeitungsbetrieben und Export

Entwicklung der gemeldeten Schlachtzahlen

Zeit-spanne

01. – 06.   Juli 13

08. – 13.

Juli 13

15. - 21.

Juli 13

23. – 27.

Juli 13

29.7.- 4. Aug.13

05.-11.

Aug13

12.-18.

Aug 13

19.- 25.

Aug 13

29.8-1.

Sept 13

2.- 8. Sept   13

9. – 15.

Sept 13

Schlacht-zahlen

918. 978

929.111

946.445

959.788

957.849

923.652

918.354

938.394

949.964

991.601

1.004.792

Entwicklung des Lebendangebots der an der Preisfindung beteiligten Unternehmen

Zeit-  

spanne

05.– 11.   Juli .13

12.– 18.   Juli 13

19.- 25.

Juli 13

26.7.–1.

Aug 13

2. – 8.

Aug 13

9. -15.

Aug 13

16.-22.

Aug 13

23.-29.

Aug13

30.8-5.  

Sep 13

06.- 12.

Sep13

13.- 20.

Sep13

21.– 28. Sept 13
Lebend-  

angebot

219.300

218.400

213.700

217.000

219.400

211.300

211.700

217.400

224.600

239.700

236.052

235.538

Schweinepreise  (Stand 20.09.2013)

Die Internetbörse am Mi, 18. Sep. 2013 lieferte einen Durchschnittspreis von 1,84 €/kg (+- 0 ct/kg) in einer Spanne von 1,830 bis 1,845 €/kg. Für einen Überstand von 90 Schweinen bei einem Gesamtangebot von 2.060 Schweinen waren die Forderungen zu hoch.  

In der Woche vom 01. bis 08.Sept. 2013 wurden 1.004.792 Schweine von den meldepflichtigen Betrieben geschlachtet. Gegenüber der Vorwoche sind das  +13.191 Tiere bzw. +1,33 %  mehr. Die Schlachtgewichte stiegen um 200 g  auf  95,1 kg im Vergleich zur Vorwoche.

Für den Zeitraum von Freitag, dem 20.09.2013 bis Donnerstag, 26.09.2013 wurde der VEZG-AutoFOM-Preisfaktor von 1,75 EUR/Indexpunkt (-0,06 EUR/kg SG) in einer Spanne 1,75 bis 1,80 EUR ermittelt.

Die Schlachtzahlen in Deutschland sind 2 Wochen in Folge ungewöhnlich stark angestiegen. Im Durchschnitt der letzten 14 Tage lagen die Schlachtzahlen um rd. 65.500 Stück bzw. +7 % höher als in den vorhergehenden 4 Wochen. Das Argument vorgezogener Lieferungen passt nicht mit den steigenden Schlachtgewichten von mittlerweile über 95 kg zusammen.  Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind Schlachtzahlen um die 1 Mio. nur mit einem regen Drittlandabsatz ohne größere Preisverluste im Markt unterzubringen, der Binnenmarkt allein ist mit diesem Angebot überfordert. Es gibt zusätzlich Anzeichen einer preisbedingt schwächeren Verbrauchernachfrage. Die Entwicklung in Deutschland hat auf die übrigen EU-Erzeugungsregionen abgefärbt.

In Belgien wurde ein um 9 % gestiegenes Schweineaufkommen festgestellt. Erzeugerpreise gaben deutlich nach, noch stärker fiel der Kursrückgang bei den Fleischteilen aus.

In Frankreich haben größere auf den Export ausgerichtete Schlachtbetriebe die Zahl der Schlachtungen zurückgefahren. Französische Schweine sind aufgrund von Preisaufschlägen und den hohen MFA-Prozenten international wenig wettbewerbsfähig. Die Auszahlungs-preise in Frankreich konnten sich auf dem gegenwärtigen Niveau behaupten. Die gemein-samen Verkaufsförderungsaktionen der Branche fördern einen preisstützenden Inlands-verbrauch.

In Spanien steigt das Schweineangebot in der kühleren Herbstphase wieder deutlich an, allerdings lässt die Nachfrage in der Nachurlaubssaison deutlich nach, so dass die Notierungen weiter unter Druck stehen.

Trotz des geringen Inlandsaufkommens an Schweinen in Italien sind aufgrund der Importe die Fleischpreise gefallen, so dass die Erzeugerpreise nachgeben mussten. 

Der Fleischverkauf verläuft in allen Sparten nur zögerlich. Der Lebensmitteleinzelhandel ordert geringere Mengen mit der Begründung, dass der Verbraucher weniger kauft. Die Verarbeitungsindustrie kauft nur für den vorderen Bedarf. Der Exportgeschäfte verlaufen nur schleppend. Die gemeinsame Linie der nachfolgenden Vermarktungsstufen scheint zu sein, niedrigere bzw. fallende Einkaufspreise abzuwarten. Warum relativ teure Ware mehr auf Lager nehmen als unbedingt nötig?

Die jüngsten Anmeldungen zur Schlachtung für die kommende Woche lassen erfahrungsgemäß nur wenig verbindliche Rückschlüsse auf das tatsächliche Lebendangebot zu. Ein höheres Angebot in den Herbstmonaten ist nicht ungewöhnlich. Allerdings sollte nach den Auswertungen der EU-Viehzählung das Ergebnis vergleichsweise moderat ausfallen.

3. Preiseinbruch in Folge - Schweinepreise bei 1,75 € kg
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ZMP Live Expertenmeinung

Die steigenden Angebote an Schlachtschweinen und Schlachtgewichten vor allem in Deutschland überfordern die  Nachfrage. Die nachfolgenden Vermarktungsstufen halten sich beim Einkauf in Erwartung fallender Preise zusätzlich zurück. Diese Marktkonstellation führte zu einem mehrwöchigen Preiseinbruch von 1,93 auf 1,75 €kg. Ein größeres  Schweineaufkommen ist im Herbst nicht ungewöhnlich, allerdings fallen die jüngsten Zahlen heftig aus der Reihe. Wenn die statistischen Unterlagen recht behalten sollen, wird sich das Angebot wieder normalisieren, allerdings auf etwas höherem Niveau als in den voraufgegangenen Monaten.

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