24.
01.14
Schweinepreise legen in Deutschland um 4 ct/kg zu

Schweine-Cockpit, 24.01.2014

Bullish
  • mangelnde Auslastung der Schlachthaken
  • kein übermäßiges Lebendangebot
Bearish
  • Januar-typisches Nachfrageverhalten nach Fleisch
  • Immer noch fehlende Impulse aus dem Export
  • steigender Eurokurs

Schweinepreise  (Stand 24. Jan. 2014)

Die ISN-Internetbörse am 22. Jan. 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,64 €/kg (= +0,07 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,615 bis 1,66 €/kg geführt. Dabei fällt ins Gewicht, dass bei 2.635 angebotenen Schweinen kein Überstand auftrat.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Das Lebendangebot in den bedeutenden Erzeugungsländern ist im Durchschnitt knapp bedarfsdeckend. In Deutschland werden einerseits Schweine zur Auslastung der Schlachthaken gesucht, andererseits wird auf den schwachen Absatz beim Fleischverkauf hingewiesen. Der LEH hält sich vorerst mit Einkäufen und Preiszugeständnissen zurück.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Nach einer 4-wöchigen Phase unveränderter Schweinepreise und einem Abschlag von knapp 3 ct in der letzten Woche lässt Dänemark die Schweinepreise in der 5. KW unverändert stehen. Die wieder gestiegenen Schlachtzahlen in der 4. KW liegen weiter im Durchschnitt der Dez.-13-Lieferungen, bleiben aber rd. 6 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Die dänischen Schlachthaken bleiben weiter teilweise unausgelastet.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (20. Jan.2014) plus  + 0,1 ct/kg und am Donnerstagmarkt (23. Jan 14) + 0,6 ct/kg bei einer 4,8 %igen Angebotserhöhung bezahlt. Der Markt verläuft seit Wochen in engen Bandbreiten.

Die niederländischen Schlachtunternehmen folgen den deutschen Notierungsvorgaben für die 5 KW. mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung um + 4 ct/kg

Belgien: Die angemeldeten Schlachttiere sind nach den Feiertagen wieder auf das Durchschnittsniveau angestiegen und waren in der 4. KW nur unwesentlich größer. Die belgischen Schlachtunternehmen haben durchschnittlich + 2 ct /kg mehr bezahlt, die deutschen Preisvorgaben für die 5 KW. werden mit + 4 ct/kg übernommen.

Deutschland: Für die kommende Woche vom 24. Januar bis 30 Jan.2014 (5. KW 2014) wurde der Vereinigungspreis auf  1,59  € je kg bzw. Indexpunkt (+ 4 ct/kg) in einer Spanne von 1,58 bis 1,60 €/kg von der Notierungskommission festgelegt.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 4. KW 2014 orientierte  sich an der deutschen Notierungsvorgabe mit  + 3 ct/kg. Für die kommende 5. KW wird der österreichische Basispreis um + 4 ct/kg herausgesetzt.

Die Schweinepreise in Spanien (23. Jan.-14) sind nur geringfügig um 0,4 ct/kg gestiegen.

In (Ober-)Italien blieben auf allen Märkten über die ganze Woche hinweg die Preise unverändert.  Die Märkte waren auf allen 4 Standorten geräumt.

Angebot und Nachfrage in den bedeutenden europäischen Erzeugungsgebieten sind überwiegend ausgeglichen. Das Lebendangebot reicht zwar nicht immer zur angestrebten Auslastung der Schlachthaken, der schleppende Fleischabsatz ist für einen Januar-Termin nicht ungewöhnlich. In der überwiegenden Zahl bleiben die Preise mindestens stabil oder ziehen nur leicht an, wobei in den unmittelbar konkurrierenden Gebieten die Vorgaben aus Deutschland als Orientierung dienen.

Für die kommenden Wochen wird mit ähnlichen Verhältnissen gerechnet, möglicherweise könnte das Lebendangebot wieder etwas moderater ausfallen.  

Schweinepreise legen in Deutschland um 4 ct/kg zu
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ZMP Live Expertenmeinung

Das für den Januar typische Geschäftsbild bestätigt sich auch in diesem Jahr. Der Preiseinbruch vor und während der Feiertage muss in mühsamen kleinen Schritten kompensiert werden. Dabei helfen auf der Angebotsseite etwas moderatere Andienungen. Auf der Nachfrageseite ist mit dem üblichen schleppenden Absatz keine schnelle und  grundlegende Kurswende herbeizuführen. Die Unterstützung aus dem Exportgeschäft fehlt ebenfalls. Die Schweinepreise in Russland und China kursieren auf niedrigem Niveau und liefern keinen Anlaß, die Importgrenzen mehr als unbedingt notwendig zu öffnen.

Es ist nicht zu erkennen, dass sich die fast ausgeglichene Marktlage in Europa  in kurzer Zeit grundlegend ändern wird.

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