28.
02.14
Tiefschlag für Schweinepreise

Schweine-Cockpit, 28.02.2014

Bullish
  • Fehlanzeige
Bearish
  • russische Importsperre mit weitreichenden Folgen im EU-Binnenamrkt
  • Konsumzurückhaltung anläßlich der Karnevalstage

Schweinepreise  (Stand 28. Febr. 2014)

Die ISN-Internetbörse am 26. Febr. 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,50 €/kg

(- 0,04 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,49 bis 1,505 €/kg geführt. Von 2.790 Schweinen blieben 1.070  (38 %) unverkauft.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Der  Fund eines mit AKP infizierten Wildschweines hat in Polen zu einem drastischen Preisverfall (- 14 ct /kg bis auf 1 € je kg in Ostpolen) geführt. Importsperren für polnische Ware haben auch China, Korea und Japan verhängt. Staatliche Aufkaufaktionen in den Sperrbezirken bezahlt Polen selbst. Anträge auf eine von Brüssel bezahlte PLH sind gestellt.

In Russland wird Verarbeitungsware in Form von Speckteilen knapp. Kontaktaufnahmen mit Brasilien und den USA sollen helfen, ein zu stark preistreibendes Defizit zu vermeiden.

Die Schlachtzahlen bedeutender EU-Erzeugungsgebiete fallen sehr moderat aus. In den einzelnen EU-Ländern ist die Marktlage jedoch recht unterschiedlich. Der Absatz von wertvollen Teilstücken ist schwierig. Die benachbarten Exportländer drücken ihre Ware in alle angrenzenden Verbrauchsgebiete mit entsprechenden Folgen für die Preisgestaltung.  

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Die Schweinepreise Dänemark die Schweinepreise wurden in der 9. KW um - 4 ct/kg zurück. Die Schlachtzahlen der 9. KW sind gegenüber der Vorwoche wieder um 1,2 % gestiegen,  bleiben aber mit - 6,1 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 10. KW wird der Preis nochmal um -2,7 ct/kg gesenkt

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (24. Febr.2014) +0,5 ct/kg bei kleinem Auftrieb und beim Donnerstagmarkt (27. Febr.14) + 0,8 ct/kg bei einem deutlich

steigendem Angebot bezahlt. Die Schlachtzahlen haben in ganz Frankreich um -1,5 % gegenüber der Vorwoche abgenommen.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 9. KW überwiegend unverändert, teilweise + 1 ct/kg, teilweise -1 ct/kg gezahlt. Die Preise für die 10. KW wurden um  -5  ct /kg gesenkt.

Belgien: Die Schlachtzahlen sind in der 9. KW um – 0,9 % geringer ausgefallen. Die belgischen Schlachtunternehmen haben in der 9. KW durchschnittlich – 2 bis - 3 ct /kg weniger bezahlt. Die ersten Notierungen der Schlachtunternehmen für die 10. KW liegen um -2 ct/kg niedriger

Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland fallen weiterhin moderat aus und liegen deutlich unter der 1 Mio. Stück-Marke. Für die kommende Woche vom 27. Febr bis 06. März 2014 (10. KW 2014) wurde der Vereinigungspreis auf  1,45  € je kg bzw. Indexpunkt (- 5 ct/kg) in einer Spanne von 1,45 bis 1,47 €/kg von der Notierungskommission festgelegt.

(VEZG-Ankündigung: Ab April 2014 soll statt freitags am Mittwoch notiert werden.)

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 9. KW 2014 fplgte der deutsch Vorgabe mit unveränderten Kursen. Für die kommende 10. KW bleibt der österreichische Basispreis unverändert.

Die Schweinepreise in Spanien (27. Febr.2014) sind um +0,2  ct/kg erhöht worden.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 9. KW in Milano, Cremona und Mantua  unverändert gelassen. Die Marktpreise in Modena (Di 25.02.) fielen um -1,5 ct/kg, in Reggio Emilia um -1,0 ct/kg. Die Schlachtzahlen haben wieder zugenommen.

Der europäische Schweinefleischmarkt steht unter dem starken Preisdruck der fehlenden Exportmöglichkeiten nach Russland und der schwachen Nachfrage während der Karnevalstage. Begrenzte Hoffnungen werden auf eine Wiederbelebung des Inlandsgeschäftes nach den Karnevalstagen gesetzt.

Erfolgversprechende Verhandlungen mit der russischen Veterinärbehörde um eine Auflockerung des Importverbotes sind zurzeit nicht bekannt.

Tiefschlag für Schweinepreise

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 06. März 2014:

Oberitalien:  Montagsmarkt vom 03.03. 14:  Milano unverändert;  Modena - 1, 1 ct/kg  bei fallenden Angebotszahlen

                       Dienstagsmarkt vom 04. 03.14 in Reggio Emilia  -1,0 ct /kg

                       Mittwochsmarkt vom 05. 03..14: in Cremona  -4 ct/kg

Frankreich/Bretagne, kleiner Montagsmarkt 03.03. 2014: -0,9 ct/kg bei steigenden Auftriebszahlen

ISN-Internteauktion: 1,51 €/kg + 1 ct/kg   kein Überstand

 DK kündigt für die 11. KW ein unveränderte Auszahlungspreisniveau an

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ZMP Live Expertenmeinung

Die russische Importsperre trifft den gesamten EU-Binnenmarkt. Besonders ist Polen betroffen. Schwer in Mitleidenschaft gezogen werden alle exportorientierte Regionen. Die Karnevalswoche hemmt zusätzlich die Verbrauchsstimmung.

Die Aussichten auf Besserung sind begrenzt. Verhandlungen mit Russland sind bisher ohne sichtbare Ergebnisse.  Russische Einfuhrbestrebungen aus Brasilien und den USA zur Deckung einer preistreibenden Bedarfslücke verschärfen die Lage.

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