29.
05.14
Schweinepreise überwiegend unverändert

Schweine-Cockpit, 29.05.2014

Bullish
  • Steigerungspotenzial, wenn das Grillwetter mitspielt
  • nicht zu hohes Lebendangebot
  • Neuer Monat Juni mit einkommensbedingt höherem Konsumpotenzial
Bearish
  • Feier- und Brückentage bei schlechtem Wetter
  • weiterhin fehlender Drittlandsexport
  • Schleppender Absatz bei Verarbeitungsware

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2014

22./23.KW Do bis Mi

21./22. KW Do bis Mi

20./21. KW

Do bis Mi

19./20.KW

Do bis Mi

18./19.KW

Do bis Mi

17./18.KW

Do bis Mi

16./17.KW

Do bis Mi

15./16.KW Do bis Mi

14./15.KW Do bis Mi

14.KW

13.KW

12. KW

11. KW

 V.-Preis (€   /kg)

1,68

1,68

1,60

1,60

1,60

1,60

1,58

1,63

1,60

1,55

1,55

1,61

1,63

Voranmeldungen (Stück)

231.100

229.600

227.700

229.753

228.199

228.819

224.900

222. 800

217.600

220.700

229.200

214.800

221.600

2014

23. KW

22. KW

21. KW

20. KW

19. KW

18. KW

17. KW

16. KW

15. KW

14. KW

13. KW

12. KW

11. KW

Schlachtzahlen (Stück)

933.570

935.029

935.023

842.411

915.792

1.032.354

1.030.714

993.254

1.026.540

985.879

960.578

ISN-Internetauktion

Mo, 02. 06

Mo, 26.05.

Mo, 19.05

Mo, 12.05.

Mo, 05. 05.

Mo, 28.04.

Di,  22.04

Mo, 14.04

Mo, 07.04

Mo, 31.03

Mi

Mi

Mi

Durchschnittspreis (€/kg)

1,72 

1,71

1,72

1,67

1,69

1,67

1,64

1,66

1,66

1,65

1,63

1,59

1,62

Überstand in %

5,9 % 

27,4 %

0

14,7 %

0

14,1 %

6,5 %

18,5 %

20,7 %

25,4 %

0

18 %

0

Schweinepreise  in Deutschland unverändert für 22./23. KW   (Do, 29.05. bis Mi, 04. Juni)

Die ISN-Internetbörse am Mo, 26. Mai 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,71 €/kg (-0,01 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,70 bis 1,72 €/kg geführt. Von den 3.263 angebotenen Schweinen wurden 27 % nicht verkauft

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Hoffnungen auf steigenden Absatz mit zugehörigen Preisen wurden infolge des ungünstigen Grillwetters nicht erfüllt. Die anhaltend niedrigen deutschen Schlachtzahlen unterhalb der 1 Mio.-Stück-Marke  sind überwiegend bedarfsdeckend. Für die Berichtswoche (22/23 KW) mit einem Feier- und einem Brückentag bei schlechtem Wetter sind die Schlacht- und Konsumaktivitäten auf niedrigem Niveau anzusiedeln.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Dänische Schweinepreise wurden in der 22. KW  um 2,7 ct/kg erhöht. Die Schlachtzahlen bleiben weiter mit  - 1,7 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 23. KW (02. bis 06. Juni) wird der Basispreis nochmals  um + 2,7 ct/kg erhöht.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (26. Mai 14) – 0,9 ct/kg  bei deutlich steigenden Auftrieb gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (29. Mai 14) wurden jedoch   + 8  ct/kg bei rd. 10 %  rückläufigen Angebot bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich sind wieder größer ausgefallen.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 22. KW  + 4 bis + 7 ct /kg gezahlt. Die Schlachtzahlen sind wieder angestiegen. Die Preise für die 23. KW sollen  sich um    0 bis +3 ct/kg   verändern

Belgien: Die Schweinepreise in der 22. KW  wurden um + 6 bis + 7 ct/kg bei verringertem Angebot angehoben. Die Schlachtzahlen gehen feiertagsbedingt zurück. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 23. KW   sollen sich um 0 bis + 1 ct/kg verändern

Deutschland: Die Schlachtzahlen für Deutschland sind in den letzten 4 Wochen in Folge unterhalb der 1 Mio. Stück-Marke geblieben.

Für die kommende Periode von Donnerstag 29. Mai bis Mittwoch 04. Juni (22./23. KW) wurde der Vereinigungspreis mit 1,68  € je kg bzw. Indexpunkt in einer Spanne von 1,68 bis 1,70 €/kg unverändert beibehalten.

Die angekündigten Liefermengen in der kommenden Woche bewegen sich im oberen Durchschnittsbereich.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 21/22. KW wurde um +6 ct/kg erhöht. Die Notierung für die kommende 22./23. KW (29.05. bis 04.06. 2014) bleibt  unverändert.

Die Schweinepreise in Spanien (29. Mai 2014) sind um  +1,2   ct/kg gestiegen.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 22. KW  am Montag (26.05.) in Milano  um -1 ct/kg, in Modena um + 3 bis +5,1 ct/kg bezahlt. Am Dienstag (27.05.) wurde in Reggio Emilia von +2 bis 5,2 ct/kg notiert, am Mittwoch (27.05.) in Cremona um + 1 bis +5 ct/kg gehandelt. Die höheren Zuschläge beziehen sich auf höhergewichtige Schweine. Die gemeldeten Schlachtzahlen sind um 5 % zurückgefallen.

Das absatz- und preisfördernde Grillwetter war nur von kurzer Dauer.  Die reduzierten Schlachtzahlen sind bei regionalen Unterschieden knapp bedarfsdeckend. Im Verarbeitungssektor fehlt aufgrund des Feiertags und eines Brückentages die entsprechende Nachfrage. Die unzureichenden Exportmöglichkeiten in Drittländer bleiben ein Dauerbrenner. Kleine Lichtblicke sind die steigenden Verkaufszahlen in viele kleine Importländer. Möglicherweise bieten die Exportausfälle in den USA in den nächsten Monaten größere Absatzchancen. Die Hoffnungen auf eine Auflockerung der russischen Importsperre sind noch nicht aufgegeben; die Bemühungen um bilaterale Regelungen haben einen erneuten Anlauf genommen.

Nach einem ersten Höhenflug haben sich die US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs auf ein Niveau unterhalb der 2 €/kg Grenze zurückgezogen. Der sonst übliche Vorratsaufbau in den Frühjahrsmonaten ist weitgehend unterblieben. Die PEDv-bedingten Schlachtausfälle werden in den folgenden Wochen wieder ansteigen und ihren Höhepunkt im Juli/August 2014 erreichen. Der Ausgleich über höhere Schlachtgewichte wird nicht ausreichend sein. Das Rindfleischangebot befindet sich ebenfalls auf Niedrigniveau. Aber die Nachfrage nach Grillfleisch wird saisonbedingt steigen.

Chinesische Schweinepreise sind in der Vorbereitungsphase der Feiertage des Drachenbootfestes am 1 und 2 Juni. 2014 wieder gestiegen.. Üblicherweise gehört die Zeit nach den Festtagen aber zur verbrauchsschwächsten Zeitspanne. Eine deutliche Entlastung wird erst im 4. Quartal 2014 mit saisonaler Verbrauchszunahme und Angebotsverringerung  erwartet.

Russische Schweinepreise sind seit der Importsperre für Schweinefleisch aus der EU auf 135 Rub je kg LG bzw. 2,86 €/kg LG auf 3,62 €/kg SG gestiegen. Importe aus den USA, Brasilien und China bieten keine ausreichende Entlastung.

Brasilianische Schweinepreise zeigen sich saisonal erstaunlich stabil bei Größenordnungen um die 1,50 €/kg. In den letzten Jahren erreichten die Juli-Preise mit gewisser Regelmäßigkeit die 1 €/kg- Marke. Die russische Nachfrage und die fehlenden US-Mengen halten das internationale Preisniveau vergleichsweise hoch.

Schweinepreise überwiegend unverändert

Schweine-Aktualisieren,

Update vom Di, 3. Juni 2014:

ISN-Internetauktionsergebnisse vom Mo, 2. Juni 2014:

Durchschnittspreis: 1,72 €/kg  (+1 ct/kg)   Spannbreite: 1,695 bis 1,735 €kg

Überstand: 180 Tier bzw 5,9 % von 3.035 Schweinen

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ZMP Live Expertenmeinung

Ein Preissteigerungspotenzial aufgrund moderater Lebendangebote, Grillsaison und Monatsanfang  ist zwar grundsätzlich vorhanden, aber die Bedingungen sind zurzeit nicht passend. Ausfalltage bei schlechten Wetter verhindern vorerst  die Ausschöpfung des Absatz- und Preispotenzials. Für die kommenden Woche ist erst noch Nachholbedarf zu verarbeiten. Eine Wetterbesserung und das bevorstende Pfingstfest könnte für spürbare Belebung sorgen.

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Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

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