31.
01.14
Afrikanische Schweinepest in Litauen - Russische Importsperre - Preisstillstand

Schweine-Cockpit, 31.01.2014

Bullish
  • Lebendangebot ist eher knapp
Bearish
  • Russische Importsperre - der Drittlandexport sinkt noch tiefer
  • Ausweitung der Ausfuhrbegrenzungen durch andere Länder?
  • Wie lange bleiben die Sperren?

Schweinepreise  (Stand 30. Jan. 2014)

Die ISN-Internetbörse am 29. Jan. 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,67 €/kg (= +0,03 €/kg) bei einer Spannbreite von 1,655 bis 1,68 €/kg geführt. Dabei fällt ins Gewicht, dass bei 2.640 angebotenen Schweinen zum wiederholten Male kein Überstand auftrat.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Marktlage wird überschattet durch die generelle Importsperre Russlands für Schweine aus der ganzen EU-28 als Folge der Bestätigung von 2 mit der ASP infizierten Wildschweinen in Litauen. Die Maßnahme ist durchaus mit den WTO-Regeln in Übereinstimmung zu bringen, wäre aber bei guten Willen nach dem Verhältnismäßigkeitsprinzip zu handhaben gewesen. Ein Vorschlag der EU zur Regionalisierung wurde mit der Begründung abgelehnt, dass es zu wenig Kenntnisse über die epidemiologische Situation des Wildschweinebestands in der EU gebe. Die Situation in Litauen selbst soll bis kommenden Sonntag von beiden Seiten geprüft und entschieden werden.

In Russland selbst sind in der Zeit vom 14. bis 17. Jan 2014 insgesamt 5 neue Fälle mit ASP festgestellt worden.

Die Schweinepreise in Russland sind in den letzten Monaten auf einen Tiefstand angekommen.  

Das Lebendangebot in den bedeutenden Erzeugungsländern ist im Durchschnitt knapp bedarfsdeckend. In Deutschland werden einerseits Schweine zur Auslastung der Schlachthaken gesucht, andererseits wird auf den schwachen Absatz beim Fleischverkauf hingewiesen.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Nach einem Abschlag von knapp 3 ct in der letzten Woche und einer 4-wöchigen Phase unveränderter Schweinepreise und lässt Dänemark die Schweinepreise in der 6. KW unverändert stehen. Die Schlachtzahlen sind geringer geworden und bleiben rd. 6 % hinter den Vorjahreswerten zurück.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (27. Jan.2014) plus  + 0,4 ct/kg bei geringem Auftrieb und am Donnerstagmarkt (30. Jan 14) - 0,6 ct/kg bei einer 4,8 %igen Angebotserhöhung bezahlt. Der Markt verläuft seit Wochen in engen Bandbreiten.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben noch keine einheitlichen Notierungsvorgaben für die 6. KW veröffentlicht. Einzelne Unternehmen bleiben bei unverändert, andere sind um - 5 ct/kg runtergegangen.

Belgien: Die angemeldeten Schlachttiere sind gegenüber der Vorwoche um rd. -7.000 Stck bzw. um – 5 % gefallen. Die belgischen Schlachtunternehmen haben in der 5. KW durchschnittlich + 3 bis 4  ct /kg mehr bezahlt. Die  Preisvorgaben für die 6. KW sind fast durchweg um -3 ct/kg zurückgesetzt worden..

Deutschland: Für die kommende Woche vom 31. Januar bis 06. Febr.2014 (6. KW 2014) wurde der Vereinigungspreis unverändert auf  1,59  € je kg bzw. Indexpunkt (+ 0 ct/kg) ohne Spanne von von der Notierungskommission festgelegt.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 5. KW 2014 orientierte  sich an der deutschen Notierungsvorgabe mit  + 4 ct/kg. Für die kommende 6. KW wurde der Preis unverändert gelassen .

Die Schweinepreise in Spanien (30. Jan.-14) sind nur um 1,2 ct/kg gestiegen.

In (Ober-)Italien blieben über die ganze Woche (5.KW) hinweg auf allen Märkten die Preise unverändert.  Die Märkte waren auf allen 4 Standorten geräumt.

Angebot und Nachfrage in den bedeutenden europäischen Erzeugungsgebieten sind überwiegend ausgeglichen. Das Lebendangebot reicht zwar nicht immer zur angestrebten Auslastung der Schlachthaken, der schleppende Fleischabsatz ist für einen Januar-Termin nicht ungewöhnlich.

Eine länger andauernde Russland-Importsperre dürfte der weiteren Preisentwicklung schaden.

Afrikanische Schweinepest in Litauen - Russische Importsperre - Preisstillstand

Schweine-Aktualisieren,

Update vom 04.02.2014:

Oberitalien Montagsmärkte:  In Milano unverändert, in Modena -3,1 ct/kg, Reggio Emilia -3 ct/kg

Bretagne/Frankreich: kleiner Montagsmarkt -1,1 ct/kg

Deutschland: Hauspreise zwischen -3 bis -5 ct/kg

Internet Schweinebörse  Mittwoch, 05. Februar 2014, von insgesamt 2.725 angebotenen Schweinen wurden  2.300 Schweine in  im Durchschnitt zu einem Preis von 1,54 €/kg SG ( - 13 Cent zur Vorwoche) in einer Spanne von 1,535 € bis 1,555 € verkauft.  425 Schweinen blieben imÜberstand, da der geforderte Mindestpreis (1,54 bis 1,60 €) nicht erreicht wurde

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ZMP Live Expertenmeinung

Der Anlaß für den Preisstillstand mag man als trivial ansehen, wenn es nicht um die ASP gehe würde.   In Russland ist die Afrikanische Schweinepest ein ständiger und lästiger Gast. Allein im Monat Januar waren es 2 Fälle rd um Moskau und weitere 3 Fälle im südlichen Teil Russlands. Mit  monatlicher Regelmäßigkeit werden den internationalen Veterinärbehörden Russische Schweinepestfälle gemeldet.

Dennoch darf man geneigt sein, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit eines generellen Importverbotes zu stellen!

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