02.
08.13
Knappes Lebendangebot und Hitzewellen halten Schweinepreise in engen Grenzen stabil

Tiere&Fleisch-Cockpit, 02.08.2013

Bullish
  • Niedriges Lebendangebot in ganz Europa
  • wenig Aussichten auf erhöhtes Schlachtaufkommen
  • Sinkende Schlachtgewichte
  • Saisonal hohe Nachfrage, wenn auch gedämpft
Bearish
  • Hitzwelle verringert Grillbedarf
  • Wenig Bereitschaft zum Bestandsaufbau in den Frostern
  • Betriebsferienbedingt schwache Nachfrage der Verarbeitungsbetriebe
  • fehlende Entlastung durch Drittlandsexporte

Entwicklung der gemeldeten Schlachtzahlen

Zeit-spanne

27.5. – 1.   Juni 13

03. – 09.   Juni 13

10. -  10. Juni 13

17. -  22. Juni 13

24. -  29.

Juni 13

01. – 06.   Juli 13

08. – 13.

Juli 13

15. - 21.

Juli 13

23. – 27.

Juli 13

Schlacht-zahlen

972.357

983.429

980.578

964.334

935.366

918. 978

929.111

946.445

959.788

Entwicklung des Lebendangebots der an der Preisfindung beteiligten Unternehmen

Zeit-  

spanne

07. – 13.   Juni 13

14. -  20. Juni 13

21. -  27. Juni 13

28.06. - 4.

Juli 13

05. – 11.   Juli .13

12. – 18.   Juli 13

19. - 25.

Juli 13

26.7. –1.

Aug 13

2. – 8.

Aug 13

Lebend-  

angebot

222.200

226.600

216.731

214.075

219.300

218.400

213.700

217.000

219.400

Schweinepreise  (Stand 02.08.2013)

Die Internetbörse am Mi, 31. Juli 2013 lieferte einen unveränderten Durchschnittspreis von 1,85 €/kg (+ 0 ct/kg) in einer Spanne von 1,825 bis 1,870 €/kg für 2.598 Schweine. Es gab einen Überstand von 290 Schweinen mit Preisforderungen bis zu 1,87 €/kg.

In der Woche vom 22. bis 27. Juli 2013 wurden  959.788  Schweine von den meldepflichtigen Betrieben geschlachtet. Gegenüber der Vorwoche sind das  13.343 Tiere bzw.  1,41 %  mehr. Die Schlachtgewichte fielen um 200 g auf  bei 94,8 kg gegenüber der Vorwoche.

Grundlage für die Preisnotierung waren 219.400  angemeldete Schweine (+ 2.400  bzw. +1,1 %), angeboten von den an der Notierung beteiligten EZG  für die kommende Woche.

Für den Zeitraum von Freitag, dem 02.08.2013 bis Donnerstag, 08.08.2013 wurde der VEZG-AutoFOM-Preisfaktor von 1,80 EUR/Indexpunkt (+ 0,00 EUR/kg SG) in einer Spanne 1,80 bis 1,80 EUR ermittelt.

Der VEZG-FOM Preis beträgt 1,80 €/kg auf der Basis von 57 % MFA frei Schlachtstätte.

Die europaweite Hitzewelle fordert ihren Tribut. Die Zunahmen der Schlachtschweine sinken. Bei der Abteil- bzw. Stallräumung kommen damit auch schon mal leichtgewichtigere Tiere an den Haken, wie man am sinkenden Durchschnittschlachtgewicht ablesen kann. Das Angebot an Lebendschweinen in Europa ist nicht voll bedarfsdeckend, andererseits bleiben die Schlachtereien zurückhaltend, weil der Fleischabsatz nicht mehr so flüssig läuft.

In Frankreich und Spanien, mittlerweile auch in Belgien und Italien reicht das Schweineaufkommen für den laufenden Bedarf aus. Die Schlachthaken sind zwar nicht ausgelastet, aber der schwierige Fleischabsatz zwingt zur Zurückhaltung der Schlachtunternehmen. Auch das Russlandgeschäft – soweit noch Liefermöglichkeiten bestehen – läuft auf Sparflamme.

Die Hitzewelle sorgt sogar für einen stockenden Grillwarenabsatz. Davon betroffen sind u.a. die Nackenteile, die nicht selten nur mit Preiszugeständnissen verkauft werden können. Das gilt auch für die übrigen Edelteilstücke und erst recht für Verarbeitungsware.

Die in den letzten 2 Wochen wieder zugenommenen Schlachtungen in Verbindung mit rückläufigen Schlachtgewichten reichen aus, die Schweinefleischversorgung für den gedrosselten Bedarf zu decken. Erhöhte Preisforderungen der Lebendstufe können in den weiteren Vermarktungsebenen auf absehbare Zeit nicht umgesetzt werden.

Die Wetterprognosen stellen vorerst noch hohe Temperaturen mit Unwettern in Aussicht. Das ist keine Einladung zu vermehrten Grillaktivitäten – eher im Gegenteil.  Das gegenwärtige Preisniveau wird vorerst in einem engen Rahmen stabil bleiben  Je nach Nachfrage und Schlachtaufkommen sind auch kleine Preisanstiege möglich.

Für Höhenflüge wie im Herbst 2012 fehlt schlicht der notwendige Umfang im Drittlandsexport. Der Binnenmarkt allein kann keine Preise in Richtung 2 €/kg stemmen.

Knappes Lebendangebot und Hitzewellen halten Schweinepreise in engen Grenzen stabil
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ZMP Live Expertenmeinung

Weitgehend stabile Preise auf vergleichsweise hohem Niveau sind eine Folge verringerten Lebendangebots über Stückzahlen und Schlachtgewichte  auf der Angebotsseite und eine saisonbedingt starke Nachfrage - aktuell zwar gedämpft - auf der Verbrauchsseite. Es fehlen die früher üblichen Exportaktivitäten in Drittländern. Die weiteren Perspektiven versprechen kaum weiter steigende Angebotszunahmen, möglicherweise eine Nachfrageschwäche in der Nachurlaubssaison. Allerdings nehmen dann aber auch wieder Verarbeitungsunternehmen ihren Betrieb auf. Vorerst dürften die Schweinepreise in engen Bahnen auf diesem hohen Niveau verbleiben. Für absolute Höhenflüge besteht aber wenig Bewegungsspielraum,  für gemäßigte Veränderungen schon.

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