05.
07.13
Schweinepreise vom 05. Juli 2013 zurückgesetzt

Tiere&Fleisch-Cockpit, 05.07.2013

Bullish
  • Witterungsbedingte Verbesserungen der Grillnachfrage in Aussicht
  • Verhaltenes Lebendangebot in Deutschland, in Teilen Europas zu knapp
  • zunehmende geräumte Läger
  • für III. Quartal 2013 prognostizierter Angebotsrückgang
Bearish
  • Lagerräumung hat Priorität vor Auslastung der Schlachthaken
  • Vermeidung eines Wiederaufbaus von Lagerware
  • Beginn der Betriebsferien in der Verarbeitungsindustrie
  • Ferien- und Urlaubssaison; zu heiß in Italien und Spanien
  • Deutsches Lebendangebot für kommende Woche nimmt wieder zu

Entwicklung der gemeldeten Schlachtzahlen

Zeitspanne 20.05 – 25.5.13

27.5. – 1.6.13

03. - 09.06.13 10. -  16.06.13 17. -  22.06.13 24. -  29.06.13
Schlachtungen

985.400

972.357

983.429

980.578

964.334

935.366

Entwicklung des Lebendangebots für die kommende Woche der an der Preisfindung beteiligten Unternehmen

Zeitspanne

30.5. – 6.6.13

07. - 13.06.13 14. -  20.06.13 21. -  27.06.13 28. -  04.07.13 05. – 11.07.13
Lebendangebot

227.032

222.200

226.600

216.731

214.075

219.300

Schweinepreise  (Stand 05.07.2013)

Die Internetbörse am Mi, 03. Juli 2013 lieferte mit  einem Preis von 1,70 €/kg (- 6 ct /kg) in einer Spanne von 1,695 bis 1,710 €/kg für rd. 1.430 Schweine einen nochmaligen kräftigen Dämpfer für die Preiserwartungen der kommenden Woche. Überständig blieben 1.030 Schweine wegen zu hoher Preisforderungen oberhalb von 1,685 €/kg.

In der Woche vom 24. bis 29. Juni 2013 wurden  935.366  Schweine von den meldepflichtigen Betrieben geschlachtet. Gegenüber der Vorwoche sind das  28.968 Tiere bzw. 3 %  weniger. Die Schlachtgewichte fielen nochmal um 100 g auf 95,1 kg.

Dagegen wurden von den an der Preisfindung beteiligten EZGs für die kommende Woche wieder etwas über 5.200 Schweine bzw. +2,44 % mehr angemeldet.

Die reduzierten Schlachtungen der letzten Woche haben im Frischteilegeschäft zu einer Räumung der Lagerregale geführt. Rege gefragter Nacken konnte leichte Aufschläge erzielen. Für Lachse mussten wiederholt Preiszugeständnisse gemacht werden. Schinken ist gut gefragt und der Absatz nach Italien läuft weiter mit unveränderten Auszahlungskursen.

In Belgien und Österreich bleiben die Schweine weiterhin zu knapp für die Nachfrage. In Frankreich fehlen rd. 3 % an Schweinen im Vergleich zum Vorjahr. Deutsche Angebote kommen in diesen Regionen mit günstigen Preisen leicht zum Zuge und drücken auf die dortigen Erzeugerpreise. Hohe Temperaturen in Italien und  Spanien bremsen die Nachfrage nach Fleischartikeln.

Die kommende wärmere Witterungsentwicklung dürfte sich auf die Grillnachfrage in weiten Teilen NOrd und Mitteleuropas positiv auswirken. Das sollte den dämpfenden Effekt des Ferien- und Urlaubsbeginns mehr als ausgleichen.

Für den Zeitraum von Freitag, dem 05.07.2013 bis Donnerstag, 11.07.2013 wurde der VEZG-AutoFOM-Preisfaktor von 1,68 EUR/Indexpunkt (- 0,02 EUR/kg SG) in einer Spanne 1,66 bis 1,70 EUR ermittelt.

Der VEZG-FOM Preis beträgt 1,68 €/kg auf der Basis von 57 % MFA frei Schlachtstätte.

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Schweinepreise vom 05. Juli 2013 zurückgesetzt
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ZMP Live Expertenmeinung

Die trotz rücklaufiger Schlachtzahlen der letzten Woche erfolgte Rücksetzung der Schweinepreise offenbart die um diese Zeit übliche Verhaltensweise, keine größeren Lagerbestände mehr aufkommen zu lassen. Anders als in den Frühjahrsmonaten mit systematischer Bevorratung für eine kommende starke Grillnachfrage besteht für den weiteren Verlauf des Jahres vorerst keine Perspektive für einen zukünftig steigenden Verbrauch. Die Verarbeitungsindustrie geht urlaubsbedingt auf Sparflamme. Das Ferien- und Nachurlaubsgeschäft ist mangels Kaufkraft erfahrungsgemäß träge. Inwieweit die für das III. Quartal 2013 prognostizerten geringeren Schweinebestände für Entlastung sorgen, bleibt vorerst unberücksichtigt. Und über allem schwebt das schwache Exportgeschäft. Ein Funken Hoffnung könnte die witterungsbedingte Grillnachfrage der kommenden Woche liefern.

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