Indicators

Übersicht Indikatoren

Sobald Sie einen Chart geöffnet haben, können Sie Indikatoren einzeichnen. Dabei sind die Parameter für jeden Indikator individuell einstellbar. Es können mehrere Indikatoren gleichzeitig in einen Chart geladen werden.

Gleitender DurchschnittGleitender Durchschnitt: Simple Moving Average (SMA) stellt eine sehr beliebte und oft angewendete Methode zur besseren Visualisierung eines Trends dar, indem die Kurse des Basiswertes durch unterschiedliche Berechnungsverfahren geglättet werden. Durch diese Glättung übernimmt der SMA quasi die Funktion eines Filters, der kurzfristige Kursschwankungen, die durch überraschende Nachrichten oder Übertreibungen auftreten können, zum einen eliminiert und zum anderen aber auch verzögert. Allgemein wird ein Aufwärtstrend unterstellt, wenn der Kurs des Basiswertes oberhalb und ein Abwärtstrend, wenn der Kurs des Basiswertes unterhalb des SMA liegt. SMAs unterscheiden durch die Art der Berechnungsmethode (z.B. einfach, exponentiell oder gewichtet) und der Anzahl der Kurse, die zur Berechnung herangezogen werden.

Je kürzer die Berechnungslänge gewählt wird, desto reagibler wird der SMA, je mehr Kurse zur Berechnung herangezogen werden, desto träger reagiert der MA auf Veränderungen des Basiswertes. Während auf der einen Seite durch die Verwendung kurzer Zeitperioden mögliche Trendwechsel zwar schneller erkannt werden können, entstehen auf der anderen Seite oftmals zu viele Fehlsignale und damit unprofitable Trades. Durch die Verwendung sehr lange Zeitperioden entstehen zwar weniger Signale, Trendwechsel werden durch die starke Verzögerung der Signale zu spät erkennt oftmals aber wieder ein großer Teil möglicher Gewinne abgegeben. Alle Kurse innerhalb des Zeitraums werden gleichmäßig gewichtet, Kurse außerhalb der Periode finden hingegen keine Berücksichtigung.

Zweiter Gleitender DurchschnittZweiter Gleitender Durchschnitt

Gewichteter Durchschnitt WMAGewichteter Durchschnitt WMA (Weighted Moving Average): Bei der gewichteten Glättung wird die Berechnung ähnlich wie beim Gleitenden Durchschnitt vorgenommen, nur mit dem Unterschied, dass bestimmte Zeitabschnitte stärker berücksichtigt werden (meist die jüngeren Daten).

Exponentieller Durchschnitt EMAExponentieller Durchschnitt EMA (Exponential Moving Average): Bei der exponentiellen Glättung werden nicht bestimmte Zeitabschnitte stärker berücksichtigt, sondern es findet eine rekursive Berechnung statt, bei der die Kurse durch einen Gewichtungsfaktor geglättet werden. Der aktuelle Schlusskurs wird mit diesem Faktor multipliziert und zum Vortageswert des EMA hinzuaddiert.

Bollinger BänderBollinger Bänder: Der Bollinger Band Indikator besteht aus drei Linien. In den von John Bollinger vorgeschlagenen Standardeinstellungen ist das mittlere Band eine einfach gewichtete 20 Perioden Durchschnittslinie der Kurse (kurz: SMA). Um diese 20 Tage SMA wird das untere Bollinger Band im Abstand von einer zweifachen Standardabweichung (Maß für die Schwankungsbreite) nach unten und das obere Bollinger Band im Abstand von einer zweifachen Standardabweichungen nach oben eingetragen.

MomentumMomentum: Der Momentum-Indikator gehört (in der Standardeinstellung) zu den Oszillatoren, der die Schwungkraft eines Trends misst und anzeigt. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Wachstumsrate, die das Verhältnis der aktuellen Kurse mit den Kursen vor n Tagen vergleicht. Durch eine Zu- oder Abnahme dieser Schwungkraft kann das Momentum auf bevorstehende Trendwechsel hinweisen.

Alternativ kann das Momentum als prozentuale Veränderung angezeigt werden.

Commodity Channel Index (CCI)CCI: Der Commodity Channel Index (CCI) gehört zur Gruppe der Trendfolge-Indikatoren. Er gibt den Abstand des Kurses zu einer gleitenden Durchschnittslinie an. (Zunächst wird der Mittelwert von Hoch-, Tief- und Schlusskurs eines Tages errechnet. Davon wird ein gleitender Durchschnitt errechnet und anschliessend die mittlere Abweichung des signifikanten Kurses zum gleitenden Durchschnitt ermittelt und mit dem Faktor 0,015 multipliziert.)

Durch die Messung des Abstandes von Kurs und gleitendem Durchschnitt soll eine Aussage über Beginn und Ende von Trends und von saisonalen Trends machen. Bewegt sich der CCI innerhalb der Grenzen von 100 % und –100 %, liegt laut Standardinterpretation ein trendloser Markt vor, erst Werte darüber oder darunter sind für trendfolgende Trader interessant.

RSI (Relative Strength Index)RSI (Relative Strength Index): Der Relative Strength Index wurde 1978 in dem Buch New Concepts in Technical Trading Systems von Welles Wilder vorgestellt. Der Name ist etwas irreführend, da der RSI nicht die relative Stärke von zwei Wertpapieren zueinander, sondern aus der Stärke von Kursverlusten und der Stärke von Kursgewinnen die innere Stärke eines Wertpapiers ermittelt. Der RSI gehört zur Gruppe der Momentum Oszillatoren und kann Werte zwischen 0 und +100 einnehmen.

Williams %RWilliams %R: Der Williams %R ähnelt sehr stark der Stochastik. Er ist aber darauf ausgelegt, die Differenz vom höchsten Kurs der Periode und dem aktuellen Schlusskurs in Relation zur Handelsspanne der Periode in Verbindung zu setzen.

Er wird eingesetzt als Überkauft/Überkauft Oszillator, gehört streng genommen aber zur Gruppe der Momentum Indikatoren. (In einem überverkauften Markt lässt der Druck der Verkäufer nach, und erste Käufer finden sich ein, der Abwärtstrend verliert an Schwungkraft. In einem überkauften Markt nehmen die Käufer immer mehr ab und die Verkäufer gewinnen die Oberhand, die Schwungkraft des Aufwärtstrends nimmt ab).

Moving Average Convergence Divergence SystemMACD: Das Moving Average Convergence Divergence System gehört zur Gruppe der trendfolgenden Indikatoren, obwohl man es bedingt auch als Oszillator einsetzen kann.

Der Name ist fast selbsterklärend: Es besteht aus Moving Averages (gleitenden Durchschnitten) und der Entwicklung der MAs zueinander. Convergence, wenn sich die MAs einander annähern und Divergence, wenn sich die MAs voneinander entfernen. Je größer die Differenz vom MACD zum Trigger, desto stärker der Trend, je kleiner die Differenz, desto schwächer der Trend.

Stochastik-IndikatorStochastik: Der Stochastik-Indikator misst das Verhältnis der Schlusskurse zu den Höchst- und Tiefstkursen des dazugehörenden Börsentages. Grundlage ist die empirische Beobachtung, dass die Schlusskurse im steigenden Trend nahe beim Höchstkurs liegen, im fallenden Trend nahe dem Tiefstkurs. Der Indikator soll in Seitwärtsbewegungen nützlich sein, in Zeiten mit ausgeprägten Trends ist er nicht sinnvoll anzuwenden.

Umsatz und Kontraktbestand (Volume & Open Interest)Umsatz und Kontraktbestand (Volume & Open Interest): Der Umsatz bei Futures zeigt die im Clearing abgerechneten Stückeinheiten an (nicht Umsatz gemäß Menge mal Preis) und beschreibt die Anzahl der in einem Liefermonat gekauften und leerverkauften Kontrakte. Der Kontraktbestand gibt die Anzahl der noch nicht durch ein Gegengeschäft kompensierten Kontrakte an.

Bullish IndikatorBullish Indikator: Ungewichteter Durchschnitt der hausse- oder baissegünstig gestimmten amerikanischen Börsendienste (ca. 80 Quellen).