Timer
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

Erfahrungen mit Prime Forestry / Wald- und Holz Investments

Hallo Zusammen,

hat jemand Erfahrung mit Prime Forest Switzerland AG?

Die bieten 111 Teak-Bäume auf 0,1 Hektat (= 1000 m²) in Panama für 3200,- Euro an. Man ist dann Besitzer der Bäume, nicht aber der Grundfläche. Laut Prime Forest ist das kein Geldgeschäft, unterliegt also keiner Aufsichtsbehörde. Ernte in 20 Jahren. Renditeerwartung: 6% - 14%/Jahr. Und man tut was für die Umwelt ...

Mir kommt das sehr fraglich vor. In meiner Ortschaft kostet 1 Hektar Wald ca. 5.000,- Euro. Warum sollte ich 30,- Euro pro Teak-Pflänzling in Panama ausgeben?

Was haltet Ihr davon?

Gruß Timer

Gast

@Timer

"Mir kommt das sehr fraglich vor. In meiner Ortschaft kostet 1 Hektar Wald ca. 5.000,- Euro. Warum sollte ich 30,- Euro pro Teak-Pflänzling in Panama ausgeben?"

Das weiß ich natürlich auch nicht... :) Aber falls Du wirklich Interesse an Teak- Plantagen hast kann ich dir gerne weiterhelfen. Ich hatte mir vor ein paar Jahren eine Farm in Südamerika angesehen auf welcher u.a. eine kleine Teak-Plantage war. Die Rendite liegt zwar niemals bei 14% aber über deinen 6. Ich war damals kurz vor dem Kauf. Anbaugebiet: Südbrasilien im Bundesstaat Santa Catarina Ort Ibirama. Findest Du sicher bei Google. Damaliger Kaufpreis: US$ 50.000,-- 70 Hektar jedoch nur für das Grundstück. Das scheint zwar billig liegt jedoch nicht gerade im Herzen von Rio:) Deine angegebenen 30,- Euro pro Teak-Pflänzling sind ein besserer Witz. Ich habe beste Verbindungen nach drüben. Falls Interesse schick mir eine private mail.

Gruß OPTRADE

Richard Ebert
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

Als Vertrieb in Deutschland ist anscheinen die FMK in Chemnitz tätig, über die im Thema 'Phoenix Kapitaldienst' unter anderem zu lesen ist:

Phoenix Kapitaldienst GmbH 20.05.05: Die FMK Finanzdienstleistung GmbH beantragte beim Amtsgericht Chemnitz am 17.05.05 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen “ausstehender Mieten”. Hinzuzudenken sind zu den Verbindlichkeiten eventuelle Schadensersatzansprüche wegen Beratungsverschuldens gegenüber den Phoenix-Kunden. Es waren ca. 5000 Phoenix-Kunden vermittelt worden, insgesamt aber 15.000 Kunden wurden Fondsprodukten u.ä. zugeführt. Nach Angaben der FMK Finanzdienstleistung GmbH seien diese “Fonds und Anlegergelder” nicht gefährdet, da sie auf “Depotbanken lagerten”.

Fragen Sie doch mal nach, ob das Teakholz sicherer ist als die Anlagen bei Phoenix.

Oder verwechsle ich irgend etwas ?

Marzell
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

die Schweizer sind recht erfinderisch, der Welt die Gelder aus der Tasche zu locken. Immerhin stellen die Schweizer nur 1 Promille der Weltbevölkerung, sie verwalten aber 25% des weltweiten Anlagekapitals. Da verstecken sich auch schon mal krumme Hunde unter den ansonst seriösen Gesellschaften.

Timer, wenn Du aber Dein Geld auf dem Gebiet anlegen willst, ein gewisser Herr Gut führt eine am Schweizer Markt kotierte Gesellschft, die Wälder ich glaube in Brasilien besitzt und nachhaltig bewirtschaftet, internationales Renomée hat und zertifiziert ist. Wie diese Gesellschaft heiß, ist mir entfallen. Wenn ich über den Namen wieder stolpere stelle ich ihn hier rein.

Grüsse
Marzell

meerschwein
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

@ Timer

"Mir kommt das sehr fraglich vor. In meiner Ortschaft kostet 1 Hektar Wald ca. 5.000,- Euro. Warum sollte ich 30,- Euro pro Teak-Pflänzling in Panama ausgeben?
"
Damit der Vermittler dieser Anlage eine saftige Provision erhält, die er Ihnen mit Sicherheit nicht verrät. Denn Sie würden vermutlich nicht unterschreiben, wenn Sie erfahren, daß von den 30 Euro pro Pflänzchen 25 auf dem Vertriebsweg verpuffen.

"Und man tut was für die Umwelt ..."
Ein tolles Verkaufsargument. Mehr aber auch nicht. Denn am meisten tun Sie etwas für die mehr oder weniger seriösen Vermittler.
Zudem dürfte eine Überprüfung der vor Ort stattfindenden Aktivitäten sehr schwer sein.
Es würde mich also auch nicht wundern, wenn hier -mal wieder- Luft verkauft wird.

Gruß

Gast

Timer

Folgende wirklich ernst gemeinte Ratschläge.

Beteiligen Sie sich an keinem Objekt, das Sie nicht kennen.

Beteiligen Sie sich an keinem Geschäft das Sie nicht verstehen.

Beteiligen Sie sich an keinem Geschäft, welches Sie nicht binnen wenigen Tagen zu Geld machen können.

In dem Moment, wo Sie das Geld überwiesen haben, sind Sie in der Position des anrufenden. Sie sind auf die Informationen angewiesen, welche Ihnen die Firma oder company überlässt. Der Einfallsreichtum, warum die Geschäfte nicht so laufen wie im Prospekt beschrieben sind grenzenlos.

Das ganze Angebot ist wieder einmal ein riesiger Schwachsinn. Mich wundert eigentlich nur noch, das die ollen Kammelen immer wieder aufgewärmt werden können.

Jetzt heisst es Teakholz, gestern hiess es noch Jojoba oder so ähnlich.

Je weiter weg und je exotischer das Ganze desto besser die Verkaufschanchen an die doofis in Good old Germany.

Schnell gibt es dann auch einen Stammtisch oder eine Interessengsgemeinschaft geschädigter Anleger. Die brauchen dann auch einen Vorsitzenden. Ein Job für Sie?

Kurz und Bündig. Finger weg von dem Scheiss.

gruss

Marzell
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

Hallo Timer,

habe die Firma gefunden. Anbei Artikel aus der Finanz und Wirtschaft.

Precious Woods will Waldkauf im Kongo wagen - Schrittweise Akquisition der liechtensteinischen Nordsüdtimber – Expansion erfordert Kapitalerhöhung – Aktien für Risikofähige

Von Matthias Schaad

Ausgerechnet die Demokratische Republik Kongo! Die Ankündigung von Precious Woods, über sieben Jahre schrittweise die Kontrolle über die privat gehaltene, liechtensteinische Nordsüdtimber (zu der unter anderem vier Forstgesellschaften mit Konzessionen von fünf Mio. Hektar Wald im zentralafrikanischen Staat gehören) übernehmen zu wollen, birgt auf den ersten Blick Zündstoff. Kongo ist nicht nur nach westlichen Massstäben eine politisch extrem volatile Umgebung: Krieg, Bürgerkrieg, Plünderung, Enteignung von Ausländern, behördliche Willkür, Korruption, Hyperinflation – das sind nur einige Attribute aus der Geschichte des ehemaligen Zaire von Diktator Mobutu, und sie treffen teilweise noch heute zu. Die geplante Expansion stellt Precious Woods auch vor wirtschaftliche Herausforderungen. Manches spricht jedoch auch für den Schritt.

Bis 80 Mio. Fr. neue Mittel

Verwaltungsratspräsident Andres Gut beschönigt die politische Situation in Kongo nicht. Er verweist jedoch darauf, dass die Wälder, um die es geht, eher im Westen des Landes liegen, von den politischen Brandherden im Norden und Osten weit entfernt. Das ist für die Situation im Kongo nicht unwesentlich.

Immerhin scheinen die Forstunternehmen, die teilweise schon seit 1955 bestehen, die Wirren der Vergangenheit mehr oder weniger unbeschadet überstanden zu haben und zu prosperieren. Ihre Wälder sind intakt, das forstwirtschaftliche Potenzial Kongos – im Gegensatz zu demjenigen Kameruns – noch weitgehend ungenutzt. Die Holzqualität beurteilt Precious Woods als hervorragend. Afrikanische Hölzer liessen sich zudem zu höheren Margen vermarkten als südamerikanische, sagt Gut. (Precious Woods bewirtschaftet bereits Wälder in Brasilien und Costa Rica.)

Die kongolesischen Gesellschaften erreichen zusammen schätzungsweise 30 Mio.$ Umsatz. Derzeit führt Precious Woods (Umsatz 2004: 15,5 Mio.$) eine vertiefte Unternehmensanalyse durch. Bis zur ausserordentlichen GV von Ende August, an der eine Kapitalerhöhung traktandiert ist, soll konkretes Zahlenmaterial vorliegen. Das Kongo-Projekt soll gemäss Gut nur in Angriff genommen werden, wenn sich ausser dem Verwaltungsrat auch Aktionäre (in einer vorher durchgeführten Befragung) explizit dafür aussprechen. Dazu sollen vor der GV Informationsveranstaltungen stattfinden.

Die Kapitalerhöhung dürfte rund 50 Mio. Fr. umfassen, respektive 80 Mio. Fr., sollte das Kongo-Projekt gutgeheissen werden. Die erste Tranche Nordsüdtimber wird 17,5 Mio. Euro oder rund 27 Mio. Fr. kosten und als reine Finanzbeteiligung verbucht. Die Kapitalerhöhung soll zwei bereits bekannte Expansionsschritte in Südamerika und den Einstieg in den Holzgrosshandel durch die Übernahme des etablierten niederländischen Handelshauses A. van den Berg (Umsatz rund 25 Mio.$) finanzieren (vgl. FuW Nr.32 vom 23April).

Strategisch passt das Kongo-Projekt gut in die sich abzeichnende duale Ausrichtung der Gesellschaft (Produktion und Handel) und eröffnet viel versprechende Perspektiven: Die Erschliessung von 5 Mio. Hektar Wald wird Precious Woods’ Rohstoffreserven verzehnfachen. Das Unternehmen wird so weltweit zu einem grösseren Anbieter von Hartholz. Die nicht-verbrauchende Ressourcenbewirtschaftung begünstigt die Marktposition zusätzlich. Precious Woods kann den eigenen Handel bedienen. Rohstoffe, also auch Holz, seien seit längerem gesucht (vgl. nebenstehende Grafik). Bis in zehn Jahren werden die südamerikanischen Wälder in die ertragreiche Erntephase kommen. Zudem könnte bis dann auch der CO2-Handel florieren.

Ethische Aktienbewertung

Der kongolesische Wald allerdings ist noch nicht FSC-zertifiziert (der Forest Stewardship Council verleiht nach strengen Kriterien dieses Marktlabel für die ganze Wertschöpfung in der Holzwirtschaft), anders als die Wälder von Precious Woods in Lateinamerika. Das wird einiges an Zeit, Geld und Geist kosten. In Afrika muss Aufbauarbeit geleistet werden. Transportinfrastrukturen müssen geschaffen und verbessert, Mitarbeiter rekrutiert und geschult werden. Das könnte Managementkapazität binden, zumal die Geschäftsaktivitäten von Precious Woods in Südamerika auch nicht risikoarm sind. Immerhin ist das Unternehmen dadurch im Umgang mit Risiken bereits bewandert.

Wir belassen unsere Gewinnschätzung für 2005 vorerst auf 3.80 Fr. je Aktie. Im nur schwer zu beurteilenden Kurs-Gewinn-Verhältnis von 31 – es gibt keine direkt mit Precious Woods vergleichbare Aktien – manifestiert sich das ökologisch-sozial fundierte Vertrauen der Aktionäre an die Richtigkeit des Geschäftsmodells von Precious Woods. Ökonomisch repräsentieren die Papiere jedoch ein erhöhtes Wagnis. Für risikofähige und auf langfristige Anlagen bedachte Anleger eignen sich Precious Woods wegen ihrer geringen Gesamtmarktkorrelation dennoch als Depotbeimischung.

Grüsse
Marzell

Richard Ebert
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

Der Düsseldorfer Informationsdienst 'kaiptal-markt-intern' schreibt in seiner Ausgabe vom 17.03.06 über Prime Forestry Group: 'Will das Geld der Anleger in den Urwald schicken' unter anderem (Auszüge):

kmi berichtet einen ganz alten Bekannten entdeckt zu haben, als Executive Director of the Board und CEO fungiert bei der Prime Forestry Group der Schweizer Kurt E. Meier, bekannt aus den 80-er Jahren im Zusammenhang mit dem Anlageskandal der Chartwell Securities Zürich. Chartwell verhökerte seinerzeit über ein Düsseldorfer Büro Penny Stock und OTC Papiere, bis die Staatsanwaltschaft eingriff. Dazu Prime: 'Das Verfahren, welches im Rahmen eines Finanzdebakels gegen die ehemalige Geschäftsleitung der Finanzfirma Chartwell stattfand, wurde gegen Kurt E. Maier einstellt'. Kurt E. Maier habe diese 'Begebenheit gegenüber Verwaltungsrat, wichtigen Partnern und Mitarbeitern immer offen kommuniziert'.

kmi berichtet weiter, dass in Grossbritannien am 10.08.04 ein 'Financial Alert' der Aufsichtsbehörde FSA veröffentlicht und Interessenten entsprechend gewarnt wurden, wonach Prime nach dem 'Financial Services and Markets Act 2000' nicht autorisiert ist, Beteiligungen anzubieten.

Von der französischen Finanzaufsicht AMF und der italienischen Börsenaufsicht Consob gibt es ähnliche Warnungen mit dem Hinweis, dass es sich hierbei um ein Finanzprodukt handelt, für das keine Genehmigung vorliegt. Am 27.01.06 wurde durch die Consob der Vertrieb von Prime Forestry in Italien untersagt.

In Deutschland, so kmi, hätte eine Prüfung des Angebots keine Erlaubnispflicht nach KWG ergeben, es läge kein Einlagengeschäft o.ä. vor, da dem Kunden kein Rückzahlungsanspruch garantiert werde.

Interessenten sollten bei kmi Düsseldorf, Tel. 0211-66980 nach der kompletten Ausgabe von kapital-markt-intern und weiteren Informationen fragen.

Richard Ebert
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

Konkurspublikation / Schuldenruf

1. Schuldner: Prime Forestry Switzerland AG, Uetlibergstrasse 132, 8045 Zürich

2. Konkurseröffnung: 5. Mai 2006, 08.00 Uhr

3. Verfahren: Bankenkonkursverfahren. Für bankspezifische Verfahrensfragen vgl. Publikation unter Konkursverfahren

4. Eingabefrist: 30. Juni 2006. Forderungseingaben haben bei den Konkursliquidatoren zu erfolgen.

5. Konkursliquidatoren: Karl Wüthrich und Yves Meili, Wenger Plattner Rechtsanwälte, Seestrasse 39, 8700 Küsnacht

6. Konkursort: Zürich

7. Bemerkungen: Für Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an die Konkursliquidatoren (Karl Wüthrich und Yves Meili, Tel. +41 43 222 38 88) oder an die Eidg. Bankenkommission (Oliver Zibung, Tel. +41 31 322 68 76).

Richard Ebert
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

In einen ausführlichen Artikel 'Profitabler Holzweg' beschäftigt sich Frank Doll mit der Geldanlage in Wald- und Forstanlagen in der aktuellen Wirtschaftwoche vom 07.08.06, Seite 98 bis 102.

Enthalten ist neben Anlagevorschlägen auch eine ausführliche Tabelle mit 14 ausgewählten Wald und Forst Aktien, z.B. Great Southern Plantations, Australien, Marktwert 573 Millionen US-Dollar, KBV 1,1 bei einer Dividendenrendite von 5,8 %.

Alle Aktien sind täglich handelbar, der Anleger ist damit nicht an jahrzehntelange Laufzeiten gebunden.

he96
Mitglied seit 10 Jahre 10 Monate

TMW LESER WAREN GEWARNT

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Affären: Grüner Flop

Von Sebastian Knauer

Deutsche Öko-Anleger investierten in Teakholzplantagen - doch ein Teil der Gelder verschwanden auf karibische Konten.

Die Prospekte der Zürcher Firma Prime Forestry waren vom Feinsten: Bilder von panamaischen Wäldern, schöne Frauen bei der Arbeit, dazu Grafiken der zu erwartenden Gewinne. "Unsere Teakplantagen sind profitabel, umwelt- und sozialgerecht", schwärmten die Waldverkäufer, "Sie können mit einer zweistelligen Rendite rechnen."

more.......http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,436368,00.html

gruss hans

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