Steigende Anleihezinsen.....und die Märkte bekommen "kalte Füsse"

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Steigende Anleihezinsen.....und die Märkte bekommen "kalte Füsse"
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Guten Morgen zusammen.

Ist immer schwierig eine passende Überschrift für einen neuen Thread zu finden, aber mir fiel auf die Schnelle nur diese ein.

Die Zinsen steigen also.....die Rendite für 10-jährige US-Bonds nähert sich den "markanten" 3 %. Der Abstand zwischen der 2-Jahres Rendite und der 10-Jahres Rendite beträgt "gerade einmal" 0.6 %.

Der durchschnittliche Zinssatz zu dem die US-Staatsschulden finanziert werden beträgt per Ende Dezember 2017 = 2.309 %

https://www.treasurydirect.gov/govt/rates/pd/avg/2017/2017_12.htm

Im Einzelnen gliedert sich die aktuelle Staatsverschuldung der USA wie in folgendem Link dargestellt

https://www.treasurydirect.gov/govt/reports/pd/mspd/2017/opds122017.pdf

Die wichtigsten Posten stelle ich gerundet dar:

1,956 Billionen $ T-Bills (< 1 Jahr)

8,850 Billionen $ T-Notes (1-10 Jahre) = 88.5 Milliarden $ pro % Zinssteigerung in diesem "sensitiven Bereich"

1,993 Billionen $ T-Bonds (20 - 30 Jahre)

Mag sein, dass ich mit meiner "Analyse" auf verlorenem Posten stehe, aber ich bin der festen Überzeugung, dass die USA eine schwere Finanzierungskrise in 2008/2009 hatten -bedingt durch die stark verkürzte Laufzeit der Staatsschulden auf unter 50 Monaten (siehe folgender Link)-.

Die erhöhte Laufzeit der US-Staatsschulden resultiert doch "nur" auf der Hilfe durch die FED, die mit ihren QE Massnahmen, dem Staat "zinsgünstig" unter die Arme griffen.

https://www.quandl.com/data/USTREASURY/AVMAT-Average-Maturity-of-Total-O...

Ohne Hilfe der FED, wären die USA -hätten sie sich unter den damals gegebenen Umständen am "freien Markt" finanzieren müssen, wohl offen pleite gewesen.

Ich weiss nicht, wie man nun die Schulden managen will. 1 Billion $ neuer Staatsschulden kommen jährlich hinzu. Die Wirtschaft soll Staatsgestützt prosperieren. Ist Geldentwertung nicht die bequemste Form ? Will sagen, boomende "inflationierte" US-Wirtschaft bringt Geld in den Haushalt, mit dem man dann "bequem" Schulden bedienen kann ?

US-Inflation wird global "exportiert" ?

Die Märkte werden wohl sensibel auf die "drohende" Zinserhöhungsspirale schauen, diese aber meines Erachtens "fehlinterpretieren". Sollte es zu Markteinbrüchen aufgrund "steigender Zinsen" kommen, sehe ich persönlich gute Kaufgelegenheiten, da um den Aktienmarkt "unattraktiv" werden zu lassen es sehr viel höherer Zinsen bedarf, die aber eine Unfinanzierbarkeit der Staatsschulden mit sich bringen würde.

Nicht zu teuer kaufen, aber Gelegenheiten im Auge behalten....

Noch einen schönen Tag und viele Grüsse.

 

Bild des Benutzers scorpion260
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Guter Beitrag.
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Guter Beitrag.
So einen ähnlichen Einbruch in nächster Zeit erwarte ich auch, um wieder mit Teilen des Geldes in Aktien gehen zu können.

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also ein 1998 Szenario?
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also ein 1998 Szenario?

Premium User Gold
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Franjo , deine Worte finden
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Franjo , deine Worte finden meine Zustimmung. Grüsse SPOMI

 

Bild des Benutzers zorrie
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Franjo, die Überschrift ist
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Franjo, die Überschrift ist doch gut gelungen

Besondere Aufgabe bei den Überschriften ist, man muss gut aufpassen auf Rechtschreibfehler. Weil man die da nicht korrigieren kann .... und dann stünden die da, an exponierter Stelle, für immer ....

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