High-Level-Bild: Wie könnte es weitergehen mit der Staatsschuldenkrise

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@ benedikt54 [#11]

Das ist vollig verständlich, was Du an Gefühl äußerst. So fühlen wohl die meisten, gar fast alle Deutschen. Jedoch machen Gefühle die Aktion von gestern nicht falsch und entkräftet nicht die Argumente 1) - 5) von oben.

Die Lage ist, wie sie ist, die Fehler sind passiert. Man kann nur nüchtern schauen, was man jetzt volkswirtschaftlich als Bestes machen kann. Schuldige für Fehler zu finden ist generell psychologisch befriedigend, aber einer Verbesserung des künftigen Verhaltens meist eher abträglich. Die, die Fehler gemacht haben, wissen das meist selbst ganz genau, ohne es von anderen reingerieben zu bekommen. Glaubst Du, die Griechen sind gerne auf einmal der Arsch der Welt, und sonnen sich in dem Bewußtsein, eigenhändig die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrundes gebracht zu haben?

Natürlich nicht. Jeder Deutsche, der künftig in Athen im Cafe sitzt und eine Bemerkung fallen läßt, wird den Cafe-Besitzer in den kommenden Jahren daran erinnern. Ich bin felsenfest davon überzeugt: Regierung und Parlament von Griechenland werden - wenn die akute Krise erst mal überwunden ist - alles, alles tun, um von dem Spitzenplatz in der Schuldenliste weg zu kommen. Man könnte jetzt dort auch die Kommunisten dran lassen, selbst das würde nichts ändern. Die Griechen werden beim nächsten Mal nicht diejenigen zu sein, welche ...

Man sollte nun sehen, daß man den Druck überträgt auf die anderen Kandidaten, damit sie ihr Haus in Ordnung bringen, um nicht als nächste am Pranger zu stehen.

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@ Asamat [#12]

Warum sollte es nicht möglich sein, das die Griechen aus dem Verbund aussteigen? Wenn hier als Argument herangezogen wird das es Verträge gibt, dann kann man dagegenhalten das sie sich ja auch nicht an die Verträge gehalten haben.

Wer bescheisst, belügt und betrügt fliegt raus. Ganz einfach.

Ich denke, das diese Massnahme einen massiven erzieherischen Effekt auf alle Teilnehmer hätte.

Mal ganz abgesehen von der Glaubwürdigkleit.

Griechenland inflationiert und die Banken bleiben auf den Verlusten aus den Anleihen hocken. Kommt vor wenn man spekuliert.
Aus Amen.

Wenn Sie wirklich nicht in der Lage wären die Belastung zu stemmen, dann soll der Staat bürgen. Wie schon einmal erwähnt, die Wahrscheinlichkeit von einer deutschen Bank das Geld zurückzubekommen, ist allemal höher als die Wahrscheinlichkeit das Griechenland zahlt.

Es handlelt sich doch nicht um ein unumstössliches Dogma, sondern eine politsche Entscheidung die getroffen wurde und die sich als falsch herausgestellt hat.

Wieso kann man sowas nicht rückgängig machen?

Ist es so schlimm zuzugeben das man in teilbereichen gescheitert ist?

Exportweltmeister waren wir auch schon vor dem Euro. Man tut so als würde die Welt zusammenbrechen.

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@ benedikt54 [#13]

siehe oben # 4)

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@ benedikt54 [#13]

Warum sollte es nicht möglich sein, das die Griechen aus dem Verbund aussteigen?

Weil das dann der Beginn des Zerbrechens der Euro-Zone wäre. Die Märkte würde sich dann sofort darauf einstellen, dass mittelfristig weitere Kandidaten aussteigen. Die Folgen für die Banken und das Finanzsystem wären völlig unkalkulierbar, es würde blankes Chaos herrschen. Mit Negativ-Folgen auch für Deutschland.

Exportweltmeister waren wir auch schon vor dem Euro. Man tut so als würde die Welt zusammenbrechen.

wobei die deutschen Mittelständler notorisch eigenkapitalschwach sind.
Das hat in D auch kulturelle Gründe, eine Aktienkultur gibt es ja nicht, und Aktionäre sind was grundsätzlich Böses. Man erkennt das schon, wie wenig Industrie an den deutschen Börsen eigentlich gelistet ist, wie wenig das deutsche Aktienuniversum also die deutsche Wirtschaft wirklich repräsentiert. Da findet man ja teilweise Industriekonzerne mit Operationen in Deutschland eher an US-Börsen als hier an dt. Börsen.

Schau Dir doch nur mal als Beispiel eine Gildemeister (Masch.Bau) an: sie ist hochverschuldet, margenschwach. Die Banken verdienen an ihr aber gut.

Höhere Zinsen würden sofort bei solchen Industriekonzernen zu Problemen führen. Das Gejammer während der Finanzkrise gab's doch nicht nur von Banken, bezeichnenderweise riefen auch hochverschuldete Industriebetriebe (z.B. Auto-Zulieferer) nach einem staatlichen Rettungspaket. Ich hatte damals gedacht: niemand hat die gezwungen, so ein hohes Gearing mit Fremdkapital und nur wenig Eigenkapital zu fahren. Das ist eben der Fall, wenn die Eigentümer einerseits die Rendite auf ihr Eigentkapital maximieren wollen, anderseits aber auch nicht mit Aktionären teilen wollen, woraufhin dann eben kaum Eigenkapital per Börsengang beschafft wird. Gelistet an dt. Börsen werden überlichweise oft fundamental nur begrenzt attraktive Unternehmen oder eben Stocks aus New-Economy Sektoren (Solar, Medien), bei denen dann die Aktionäre sehr viel Risiko tragen sollen.

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@ Global_2 [#15]

Sorry, sehe ich nicht so, aber die Zeit wird es zeigen.

Ich glaube eher das der Euro massiv an Glaubwürdigkeit gewinnen würde, wenn man ein Exempel darstellen würde.

Mit dem angeblichen Rettungsschirm (ho,ho.ho) hat die EZB als Hüterin der Geldwertstabilität ihren Status am Wochenende an die Politik abgegeben.

Dieser Schritt wird den Euro jetzt wohl wirklich massiv schwächen.

Aus diesem Grund habe ich ihn auch Heute bei 1.3040 verkauft.

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Das Problem ist doch nicht nur Geld und Wirtschaft. Das Problem ist das es immer die selben sind die Zahlen und immer die selben die bekommen. Und zwar völlig unabhängig vom Schuld und Fehlern. Jeder hat doch schon von den Expiriment gehört, wo einer nach gut dünken verteilen darf und der andere nur die Wahl hat zu akzeptieren oder beide leer ausgehen zu lassen. Der dt. Steuerzahler ist nun soweit alle (dt. Politiker, Banker, Manager, ...und sich selber) leer ausgehen zu lassen. Last uns das Spiel alle als Verlierer beenden. Es ist nähmlich ein dummes Spiel.

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@ benedikt54 [#16]
"...habe ich ihn auch Heute bei 1.3040 verkauft."
Böser Spekulant! ;)

In der Zeitung gab es heute einen sehr guten Kommentar:
Die Kritik der Politiker an den Spekulanten sei genauso dumm und nutzlos, als wenn jemand das Fieberthemometer beschimpft, weil es erhöhte Temperatur anzeigt.

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@ benedikt54 [#16]

ich sehe es ja auch so: es wäre in einer Weise völlig richtig, GR aus dem EUR rauszunehmen und ein Exempel zu statuieren.

Aber Hintergrund für dieses "EU-Rettungspaket" ist die blanke Angst vor dem Entstehen eines Flächenbrandes, d.h. dem Übergreifen auf weitere Staaten und dann in Folge auf das ganze Finanzsystem. Finanzkrise 2.0 reloaded.

Selbst wenn dt. Banken + Versicherungen nicht viel direktes Exposure zu den Problemstaaten haben, sie können auch indirekt mit drinhängen, da Banken sich eben untereinander Geld leihen. Niemand kann doch wirklich sagen, was im Fall einer Eskalation passieren würde. Und eine Eskalation kann doch kaum gewollt sein (höchstens manche Spekulanten wünschen sich das und jubeln dann dabei, wenn die Rechnung aufgeht).

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@ Global_2 [#19]

Wieso denn?

Ein sogenannter Flächenbrand ist doch bereits durch die Spekulation eingepreist worden. Es überrascht doch wirklich keinen, wenn nun auch noch Italien oder Spanien oder Portugal antanzt.

Ein wesentlich grösserer Schaden wäre meineserachtens nicht entstanden.

Wie gesagt, im Gegenteil.

Das ganze hätte positive Auswirkungen auf das Verhalten der teilnehmenden Länder und der in der Einschätzung des Marktes.

Das was wir jetzt haben ist nur eine Bestätigung das Korruption, Misswirtschaft und Bilanzfälschung ein Vergehen darstellen was zwar mit widerwillen gedulded wird, aber es bleibt ohne Wirkung auf die Verantwortlichen.

Die Geldschleusen sind geöffnet worden und die EZB quasi entmachtet.

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@
Es wird auch immer mit einem Angriff auf die Eurozone und den Euro geschwafelt.

Vielleicht kann man sich noch daran erinnern, das der Euro nach Einführung bei 1,18 notierte und dann bis in den unteren 0,80 Bereich abgewertet wurde.

Eben, wegen mangelnden Vertrauen.

Heute notiert er bei 1.30

Von einer wirklichen Schwäche kann man wohl kaum reden. 200 und mehr pips hat der Markt doch schon nach schwachen US Zahlen an den Tag gelegt.

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