Sell in May and go away

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Sell in May and go away
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Ist ja so ein altes Börsensprichwort, allerdings ohne wirkliche Substanz.

Statistisch nämlich ist der August der schwächste Börsenmonat.

Denke das er dieses Jahr wieder was für sein Ansehen tut.

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Ich habe den Dow verkauft auf der 21970

Laufzeit mehrere Tage

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Täusch Dich nicht.
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Täusch Dich nicht.

Für den Dow kann das gut sein.

Für den Dax, wer weiss, ebenso gut könnte es eine Sommerrally geben.

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habe ja auch dow verkauft und
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habe ja auch dow verkauft und nicht dax

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Guten Abend Benedikt.

Gewöhnlich bringt man den "Schwarzen Freitag" mit dem Jahr 1929 in Verbindung. Aber -zum Glück gibt es ja Zeitungsarchive :o) - es gab auch einen "Schwarzen Freitag" im Jahre 1927, nämlich am 13. Mai 1927.

Aus einem Zeitungsartikel des 14. Mai 1927 zitiere ich einmal den folgenden bemerkenswerten Satz: "In aussenpolitischen Kreisen erscheint die Börsenhausse immer bedenklicher, weil sie erheblich steigende Kaufkraft und damit Transfermöglichkeiten vortäusche."

Ich verstehe was gemeint wird so. Die Währung war goldgedeckt und steigende Aktienkurse bescherten den Aktionären immer grössere Gewinne. Sie wurden -auf dem Papier- immer reicher. An den Börsen gab es in grosser Zahl spekulative Käufe mit Hilfe von Bankkrediten. Die Reichsbank machte in Deutschland dem ganzen einen Strich durch die Rechnung und wurde durch das Eingreifen des Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht gebremst. Auf seine Veranlassung kürzten die deutschen Banken drastisch die Kredite an ihre Effektenkundschaft. Die Kurse an der Berliner Börse stürzten am 13. Mai 1927 ab. Sie stiegen aber in Folge wieder bis in das Jahr 1928 hinein.

Ja, lange ist es her, aber genauso sieht ein Crash hervorgerufen durch Liquiditätsverknappung der Zentralbank aus. Meine Frage ist nun, haben wir heute auch nur annähernd die gleiche Gefahr ? Meiner Meinung nach nicht. Wahre Liquiditätsverknappung kann es in diesem Umfeld nicht geben, ohne einen totalen Kollaps der Wirtschaft zu verursachen.

Also was ist die Alternative ? Alles weiterlaufen lassen, mit dem Anschein, die Zentralbanken könnten / würden eine realistische Geldpolitik betreiben, obwohl dem nicht so ist. Nimmt man also den Satz aus der 1927er Zeitung, so bleibt folgender Lösungansatz. Aktienkurse sind und bleiben hoch, also muss die erhöhte Kaufkraft und die Transfermöglichkeiten durch die Bank weg mit höheren Preisen neutralisiert werden. Und das geht nur über kräftige Einkommenserhöhungen der nicht-Aktionäre.

Naja, ist nur meine Meinung, aber ich sehe keine andere Möglichkeit, wenn die Zentralbanken "gezwungenermassen" passiv bleiben müssen (kosmetische Zinsaktionen und sogenannte Bilanzverkleinerungen die immer weiter hinausgeschoben werden mal ausgeklammert).

Mach´s gut und viele Grüsse und viel Erfolg.

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