pinky
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USA: Kommt die Zinserhöhung ?

Aktuelle Kolumne des Devisen-Trader.

Im Anschluss an die hervorragenden Arbeitsmarktdaten, die am 2. April veröffentlicht wurden, kamen in den USA Zinsspekulationen auf. Denn: Zieht die Konjunktur weiter an, dann könnte es für die US-Notenbank gefährlich werden, die Zinsen auf dem aktuellen niedrigen Niveau zu halten. Und tatsächlich scheinen die letzten Zahlen zur Inflation die Befürchtung eines zunehmenden Preisdrucks zu bestätigen. Die Kerninflationsrate (ohne die volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise) stieg im März von 1,2 auf 1,6 Prozent und übertraf damit deutlich die Erwartungen der Analysten, die mit einem Anstieg um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gerechnet hatten.

Dennoch ist die Inflationsrate damit noch ein Stück weit vom Inflationsziel der US-Notenbank von 2 Prozent entfernt. Solange noch keine dauerhafte Erholung am Arbeitsmarkt zu beobachten ist, wird die Fed daher nicht die Zinsen erhöhen. Das Hauptaugenmerk der Notenbanker dürfte daher in den nächsten Monaten weiter auf den Arbeitsmarktdaten und weniger auf den Inflationszahlen liegen. Ein einzelner starker Arbeitsmarktreport reicht aber nicht aus, um von einer dauerhaften Erholung zu sprechen. Dafür bräuchte es mehrere Monate in Folge mit Beschäftigungszuwächsen im Bereich von jeweils 200.000 Personen.

Zudem darf man nicht vergessen: Noch vor kurzem haben die US-Notenbanker die Gefahr einer Deflation betont! Damit bleibt als Grund für eine Zinserhöhung, dass das Zinsniveau mit 1,00 Prozent im historischen Vergleich arg niedrig ist und die Wirtschaft vermutlich durchaus einen etwas höheren Leitzins vertragen könnte. Doch dies allein genügt nicht als Begründung für eine Straffung der Geldpolitik, zumal die psychologische Signalwirkung einer Zinserhöhung bedeutender wäre als deren tatsächliche Folgen.

Am Geldmarkt hat sich die Aussicht auf eine Zinswende im Übrigen bereits niedergeschlagen: Derzeit ist eine Zinserhöhung um einen viertel Prozentpunkt für September eingepreist. Bis Jahresende wird mit einem Leitzins von 1,5 Prozent gerechnet. Auch die Zinsen am langen Ende – nämlich am Rentenmarkt – haben in den letzten Wochen deutlich angezogen. Das Zinsniveau ist folglich bereits gestiegen, ohne dass die Fed agieren musste.

Für den Devisenmarkt bedeutet dies, dass die übertriebene Erwartung einer baldigen Zinserhöhung aus dem Markt weichen wird. Der Aufwertungsdruck auf den US-Dollar dürfte daher in der nächsten Zeit nachlassen.

(Quelle: www.devisen-trader.de)

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