22.
03.24
Geringere Rapsprognosen stützten Ölsaat

Ölsaaten News, 22.03.2024

Bullish
  • reduzierte Ernteschätzung Europa
  • reduzierte Ernteschätzung Kanada
  • Importbedarf China
  • steigende Sojaölnachfrage USA
Bearish
  • laufende Ernte Brasilien
  • gute Ernteaussichten Argentinien
  • global höhere Sojaproduktion

Die Vorzeichen beim Raps standen in dieser Woche grün. Lediglich gestern zeigten sich aufgrund von Gewinnmitnahmen rote Vorzeichen. Der Frontmonat Mai schloss bei 448,75 Euro/t, am Freitag der Vorwoche stand dieser Kontrakt noch bei 436,25 Euro je Tonne. An den Kassamärkten ging es für die Notierungen ebenfalls nordwärts. Rapsschrot konnte sich in den letzten Tagen ebenfalls leicht verbessern und auch Rapsöl im Hafen von Rotterdam wird fester bewertet. Canola in Winnipeg legte ebenfalls eine Preisrally hin, Gewinnmitnahmen ließen jedoch gestern die Kurse leicht gen Süden tendieren.

Für Unterstützung beim Raps sorgten die geringeren Ernteprognosen. So rechnet sowohl das kanadische Agrarministerium mit einem Rückgang der Produktion mit der kommenden Ernte als auch der EU-Branchenverband Coceral. Für Kanada geht das Ministerium von einer Ernte von 18,1 Mio. Tonnen aus und reduzierte neben der Erntemenge auch die Schätzung zu den Endbeständen. In Europa geht der Branchenverband Coceral davon aus, dass die Ernte bei 19,1 Mio. Tonnen liegen wird. Das wären etwa 900.000 Tonnen weniger als zuletzt von den Feldern geholt wurde und nochmals 1 Prozent weniger als der Verband im Dezember noch erwartet hatte. Insbesondere in Rumänien ist die Anbaufläche deutlich geringer als im Vorjahr. Für Deutschland rechnet der Verband mit einer prognostizierten Ernte von 3,9 Mio. Tonnen. Der ukrainische Getreideverband UGA geht davon aus, dass die Rapsernte in etwa auf Vorjahresniveau liegen wird bei 4,4 Mio. Tonnen. Hingegen dürfte die Sonnenblumenernte in dem Land am Schwarzen Meer deutlich geringer ausfallen.

Sojabohnen legten im bisherigen Wochenverlauf zu, können heute jedoch die Marke von 12 US-Dollar im Frontmonat nicht halten. Die Nachfrage nach US-Bohnen zeigte sich zuletzt etwas freundlicher. Für die letzte Woche konnte das USDA Verkäufe in Höhe von 498.000 Tonnen vermelden. Hauptabnehmer war dabei China. China selbst veröffentlichte in dieser Woche die Importzahlen für Januar und Februar. Darin zeigt sich, dass China zuletzt vermehrt seinen Bohnenbedarf in Brasilien gedeckt hat. Insgesamt hat China weniger Bohnen importiert, verglichen mit den ersten beiden Monaten 2023. Für 2024/25 geht das USDA in einer neuen Schätzung davon aus, dass das Land unveränderte 103 Mio. Tonnen Sojabohnen wird importieren müssen. In Brasilien läuft die Ernte weiter. Diese wurde im Wochenverlauf durch regional heftige Unwetter mit Überschwemmungen etwas ausgebremst. Auch in Argentinien bedrohen diese Unwetter Teile der Sojabestände.

Geringere Rapsprognosen stützten Ölsaat

Ölsaaten-Aktualisieren,

Update Ölsaaten vom Dienstag, 26.02.2024

Auch wenn es heute für Raps leicht nach unten geht, konnte die Ölsaat gestern deutlich freundlich den ersten Handelstag der neuen Woche beenden. Schlusskurs war im Mai-Termin am gestrigen Montag 457 Euro je Tonne. Dabei wurde Raps sowohl vom Sojamarkt als auch vom kanadischen Canola angetrieben. Im neusten MARS-Report geht der Prognosedienst davon aus, dass die Erträge besser ausfallen dürften als im Vorjahr. Gleichwohl gibt es regionale Unterschiede. Für die EU insgesamt werden Erträge von 3,25 Tonnen je Hektar gerechnet. Im Vorjahr waren es 3,2 Tonnen und im langjährigen Durchschnitt 3,18 Tonnen. Geringe Erträge werden aber vor allem in osteuropäischen Staaten erwartet. Kanadas Canola-Exporte zeigen sich weiterhin schwächer. Aktuell hinken die Ausfuhren mengenmäßig um rund 1/3 dem Vorjahreswert hinterher. Gleichzeitig sind auch die inländischen Verarbeitungsmengen im Februar gegenüber dem Januar um rund 4 Prozent geringer. Dennoch wurde im Februar deutlich mehr Canola verarbeitet als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Sojabohnen legten zum Wochenauftakt deutlich zu und konnten die Marke von 12 US-Dollar je Bushel zurückerkämpfen. Heute zeigen sich vorbörslich bis zum Mittag leicht rote Vorzeichen, die psychologisch wichtige Marke wird aber auch heute gehalten. In Brasilien wird ein aktueller Erntefortschritt von 70 Prozent gemeldet, das weiterhin deutlich zügiger ist als im Vorjahr. In Argentinien beginnt die Ernte in Kürze. Die Getreidebörse in Buenos Aires hat ihre Prognose für die dortige Ernte nicht weiter angepasst und rechnet weiterhin mit einer Ernte von 52,2 Mio. Tonnen.  

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ZMP Live Expertenmeinung

Diese Woche konnten die Ölsaaten mit grünen Vorzeichen beenden. Soja kämpft dabei mit der wichtigen Marke von 12 Dollar je Bushel. Die laufende Ernte in Brasilien und die bevorstehende Ernte in Argentinien belasten tendenziell. Die reduzierten Ernteerwartungen beim Raps dürften hingegen weiter Rückenwind geben. 

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